Falcon 9 hebt ab

Massen-Transport ins All: SpaceX mischt die Satelliten-Szene auf

Weltrekord: Eine Rakete von SpaceX transportiert 143 Kleinst-Satelliten auf einmal in den Weltraum. Im Clip: Die Visionen von SpaceX-Boss Elon Musk.
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Das Wichtigste zum Thema SpaceX-Rekordflug

  • Mit einem Tag Verspätung hat SpaceX auf einen Schlag 143 Mini-Sats in die Umlaufbahn geschossen. Schon eine Stunde nach dem Start der Falcon-9-Rakete wurden sie in 500 Kilometer Höhe ausgebracht.

  • Mit dabei waren auch 10 eigene Internet-Satelliten von SpaceX. Sie bilden mit mittlerweile fast 1.000 kosmischen Kollegen das größte Satelliten-Netzwerk der Welt.

  • Bisheriger Rekordhalter war eine indische Rakete, die im Februar 2017 104 Mini-Sats ins All transportierte.

  • Experten befürchten, beim Start so vieler kleiner Satelliten den Überblick zu verlieren. Manche sind nicht größer als ein Schuhkarton. Die Sorge: Sie könnten außer Kontrolle geraten und andere Satelliten gefährden.

  • SpaceX, wir haben ein Problem: Das Weltraum-Unternehmen von Tesla-Boss und Milliardär Elon Musk hat offenbar keine genauen Angaben dazu gemacht, von wem die Satelliten gesteuert werden und was ihr jeweiliger Auftrag ist.

Spacige Verpackungs-Künstler

Angesichts so vieler Satelliten mussten die SpaceX-Ingenieure sich gut überlegen, wie sie diese sicher in der Nutzlastbucht der Rakete unterbringen. Schließlich müssen sie den Start überstehen und dann im Weltraum zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Orten ausgestoßen werden.

Der Massenstart ins All

... 3, 2, 1, 0: Ignition and Liftoff! So viele Satelliten starteten noch nie auf einmal ins All. Nur 8 Minuten später steuerte der untere Teil der Rakete wieder zurück zur Erde und landete mitten im Meer auf einer Plattform. Joke am Rande: Die heißt Of Course I Still Love You („natürlich liebe ich dich noch immer").

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Der listige Plan hinter dem Rekordstart

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    Strich durch die Rechnung: Mit dem Rekordflug wirbelt SpaceX die Raumfahrt durcheinander. Bisher wollten eigentlich die Anbieter von Kleinraketen das Geschäft mit den Mini-Satelliten machen.

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    SpaceX hat für die Mini-Sats ein eigenes Programm erfunden: Danach soll es für die "Kleinkunden" weniger als eine Million Euro kosten, um einen 200 kg schweren Satelliten ins All zu schießen - ein Weltraum-Schnäppchen.

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    Für die Konkurrenz könnte es noch schlimmer kommen: Falls es SpaceX gelingt, seine Superrakete Starship fertig zu bauen, könnte es sogar viermal so viele Satelliten auf einmal in den Weltraum transportieren.

Die Mega-Konkurrenzrakete

Das Starship soll eines Tages etwa 100 Tonnen in den erdnahe Umlaufbahnen transportieren (hier ein Prototyp). Das ist vier Mal mehr als die aktuelle Falcon 9

Veröffentlicht: 26.01.2021 / Autor: Peter Schneider