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Fruchtfliegen, Fische und Affen im Weltall: Was sollen die denn da?! 

Tiere sind schon vor dem Menschen in den Weltraum geschossen worden. Wie wichtig diese Missionen für die Raumfahrt waren. 
Die NASA schickte zahlreiche Affen ins All, darunter der Schimpanse Ham. Schimpansen haben im Vergleich zu Hunden einen Vorteil: Mit Hilfe von Bananen lassen sie sich trainieren, recht komplizierte Handgriffe ausführen. So konnten NASA-Wissenschaftler rausfinden, ob sich im All ein Raumschiff überhaupt per Hand steuern lässt.

Das Wichtigste zum Thema Raumfahrt

  • Erst der Affe, dann der Astronaut: Tiere wurden vor allem aus einem einfachen Grund zuerst in den Weltraum geschickt: Wissenschaftler wollten wissen, ob sie überleben.

  • Anfangs ging der Trip ins All für die meisten Tiere nicht gut aus: Sie reisten mit einem One-way-Ticket, starben an Überhitzung, verhungerten oder verglühten in der Atmosphäre.

  • Den tierischen Langzeitrekord im All halten Nager. 20 genetisch identische Zwillingsmäuse checkten 2018 auf der Internationalen Raumstation ISS ein. Ihr Job: 3 Monate lang einfach nur fressen, schlafen und … spielen.

  • Tiere, die schon im All waren: Hamster, Schweine, Spinnen, Bärtierchen, Fische, Fruchtfliegen, Mäuse, Hunde, Frösche, Geckos, Affen, Kaninchen, Fadenwürmer, Schmetterlinge und Quallen.

  • Welche Tiere wann im Weltraum waren - und wozu sie losgeschickt wurden, erfährst du unten auf der Seite.

So profitierte die Raumfahrt von den tierischen Missionen

Kuriose Fakten

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    Bei der Rückkehr zur Erde zerbrach 2013 das Spaceshuttle Columbia in 100 Kilometern Höhe. Alle 7 Astronauten starben. Später fand die NASA in den Trümmern allerdings tierische Überlebende. In einem Experiment-Behälter hatten Fadenwürmer den Absturz in die Atmosphäre überstanden.

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    Von wegen "Krone der Schöpfung": Menschen im Weltraum würden innerhalb kürzester Zeit ersticken, erfrieren, verstrahlt und wären komplett dehydriert (entwässert). Nicht so Bärtierchen. Die weniger als einen Millimeter großen Achtbeiner überlebten zehn Tage im Weltraum an der Außenseite einer Rakete - in einer Art Todesschlaf.

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    Tiere in die Luft zu schicken ist keine Erfindung der NASA. Schon 1783 testeten die Brüder Montgolfière mit einer Ente, einem Hahn und einem Schaf, ob es möglich ist, eine Ballonfahrt zu überleben.

Warum auf der ISS an Tieren geforscht wird

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    Bei vielen Tier-Experimenten auf der ISS wird der Knochenschwund in der Schwerelosigkeit untersucht. 

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    Das soll einerseits helfen, die Astronauten fit zu halten - gerade für sehr lange Aufenthalte im All ist das wichtig.

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    Langfristiges Ziel der Wissenschaftler ist es, ein Medikament gegen Osteoporose zu entwickeln. Bei dieser Krankheit werden die Knochen langsam abgebaut und brechen daher häufig. Vor allem ältere Frauen leiden daran. 

Veröffentlicht: 05.04.2020 / Autor: Peter Schneider