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Vollmond: Stört er uns wirklich beim Schlafen?

Rund um den Mond kursieren einige Gerüchte. Dass er unsere Erde beeinflusst, ist wohl jedem bekannt, aber hat er auch einen Einfluss auf unseren Schlaf? Und wann ist eigentlich der nächste Vollmond? Das und vieles mehr erfährst du hier! Im Video: Warum der Mond zum Überleben wichtig ist.
Vollmond: Stört er uns wirklich beim Schlafen?
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Vollmond: Die wichtigsten Fakten

  • Der Mond leuchtet nicht von selbst, sondern reflektiert nur das Licht der Sonne.

  • Bei Vollmond befinden sich Sonne, Erde und Mond auf einer Linie. Dabei wird der Mond vollständig von der Sonne angestrahlt, sodass du ihn als kreisrunde Scheibe siehst.

  • Der Mond durchläuft in seinem Zyklus insgesamt 4 Mondphasen: Neumond, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond.

  • Ein gesamter Mondphasen-Zyklus dauert genau 29 Tage, 12 Stunden und 43 Minuten und ist damit kürzer als ein durchschnittlicher Monat. Deshalb kann es gelegentlich auch 2 Vollmonde in einem Monat geben. Dieses Phänomen wird als "Blauer Mond" bzw. "Blue Moon" bezeichnet.

  • Im Jahr 2021 gab es insgesamt 12 Vollmonde zu bewundern - im Jahr 2022 werden es auch wieder 12 sein.

  • Die Theorie, dass wir bei Vollmond schlechter schlafen, ist unter Forscher:innen umstritten.

Der Vollmond und seine Bedeutung

  • Hat der Vollmond Auswirkungen auf den menschlichen Körper? Diese Frage ist immer wieder Teil von medizinischen Studien. Dabei geht es nicht nur um den Schlaf - dem Mond wird auch ein negativer Effekte auf das Herz unterstellt. So gibt es Untersuchungen, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Voll- und Neumond und Herzinfarkten beschäftigen. Bisher sind diese aber nicht aussagekräftig.

  • Der Vollmond gilt als sehr energiereich. Daher spielt er in einigen Kulturen eine wichtige Rolle bei Zeremonien und Ritualen.

  • 👻

    Auch Geist und Seele soll der Vollmond angeblich beflügeln.

  • 👶

    Es gibt viele Mythen rund um den Vollmond, wie zum Beispiel, dass währenddessen mehr Kinder geboren werden.

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    Der Mythos mit den Babys wurde allerdings wissenschaftlich widerlegt, sowie auch der, dass Wölfe den Mond anheulen.

Schon gewusst? Auch um die erste Mondlandung gibt es bis heute noch spannende Verschwörungstheorien, die viele Menschen an der Echtheit der Mission zweifeln lassen. Wir klären die Mythen um die Fälschung der Mondlandung auf.

Warum ist der Mond so wichtig?

Der Mond begleitet uns jede Nacht. Aber welchen Einfluss hat er eigentlich auf unser Leben und könnten wir ohne Mond überleben?

  • Da der Mond die Erdachse stabilisiert, hätten wir ohne ihn keine verlässlichen Jahreszeiten.
  • Der Mond ist verantwortlich für Ebbe und Flut. Ohne ihn würde sich das ganze Leben vielleicht immer noch im Meer abspielen.
  • Durch die Gezeiten, die er auslöst, verliert die Erde ständig Dreh-Energie und dreht sich daher langsamer. Ohne den Mond wären die Tage also viel kürzer, da sich die Erde schneller um sich selbst drehen würde.
  • Je knapper die Rohstoffe auf der Erde werden, desto interessanter werden jene Rohstoffe auf dem Mond. Vor allem der Stoff Helium-3 könnte irgendwann mal die Energieprobleme der Erde lösen.

Vollmond-Kalender 2022: Wann ist der nächste Vollmond?

Du möchtest dir den nächsten Vollmond anschauen? Dann wirst du in 2022 an diesen Tagen Glück haben:

🌕 18. März 2022 um 08:17:36 Uhr

🌕 16. April 2022 um 20:55:06 Uhr

🌕 16. Mai 2022 um 06:14:12 Uhr

🌕 14. Juni 2022 um 13:51:48 Uhr

🌕 13. Juli 2022 um 20:37:42 Uhr

🌕 12. August 2022 um 03:35:48 Uhr

🌕 10. September 2022 um 11:59:06 Uhr

🌕 9. Oktober 2022 um 22:55:00 Uhr

🌕 8. November 2022 um 12:02:12 Uhr

🌕 8. Dezember 2022 um 05:08:12 Uhr

Wie beeinflusst der Vollmond unseren Schlaf?

Immer wieder klagen Menschen, dass sie bei Vollmond schlecht schlafen oder sogar über Schlafstörungen während einer Vollmondnacht. Doch warum kann man bei Vollmond schlecht schlafen? Eine wissenschaftliche Erklärung dafür könnte das Hormon Melatonin liefern. Der Botenstoff reguliert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.

Bei Dunkelheit steigt die Konzentration von Melatonin im Blut an. Das Hormon signalisiert dem Körper, dass es nun Zeit zum Ruhen ist. Licht hingegen hemmt die Bildung, deshalb ist der Melatonin-Spiegel tagsüber viel niedriger. Bei Vollmond ist es nachts meist heller als sonst. Das könnte ein Grund für den leichteren Schlaf sein. Ein zu niedriger Melatonin-Spiegel kann also Schlafstörungen verursachen, ebenso wie Adrenalin oder Serotonin.

2013 stellte der Schweizer Forscher Christian Cajochen bei einer Mondstudie fest, dass sich der Melatoninspiegel bei einigen Proband:innen in Vollmondnächten tatsächlich veränderte. Durchschnittlich brauchten die Testpersonen 5 Minuten länger zum Einschlafen und schliefen auch 20 Minuten weniger.

Dennoch werden die Ergebnisse der Schlaf-Studie heute angezweifelt, da damals nur 33 Personen untersucht wurden.

Schlaf-Forscher:innen empfehlen, das Schlafzimmer so abzudunkeln, dass das helle Mondlicht keine Chance hat, unseren Körper zu beeinflussen.

Was hat es mit dem rosa Vollmond auf sich?

👉In den USA hat jeder Vollmond - angelehnt an Natur- und Wetterphänomene - eine eigene Bezeichnung. Der Name Pink Moon stammt von der Flammenblume, die jedes Jahr im Frühling anfängt rosa zu blühen und das ungefähr zeitgleich mit dem Vollmond im April. Wirklich pink oder rosa ist der Mond also nicht.

Der Zusammenhang zwischen Mondfinsternis und Vollmond

👉 Eine Mondfinsternis tritt auf, wenn die Erde genau zwischen Mond und Sonne gerät und der Mond sich dadurch im Erdschatten befindet. Sonne, Erde und Mond müssen sich daher auf einer Linie befinden – der Vollmondposition. Die Mondfinsternis kann daher auch nur während einer Vollmondphase auftreten.

Was weißt du über den Mond? Finde es im Quiz heraus!

NASA plant Station auf dem Mond

NASA plant Station auf dem Mond

🚀🍄 Schon gewusst? Die NASA plant für den Weg zum Mars eine Zwischenstation auf dem Mond - und diese neue Basis soll aus Pilzen gebaut werden. Im Video erfährst du, wie das funktionieren soll und welchen Nutzen die Pilzbasis hat.

Vollmond, Halbmond, Neumond: Das sind die Mondphasen

Während der Mond um die Erde kreist, reflektiert er dabei das Sonnenlicht. Je nach seiner Position in der Umlaufbahn ändert sich diese Reflexion jedoch. Dabei entstehen folgende 4 Mondphasen:

 

Neumond: Die nachtschwarze Rückseite

Bei Neumond zeigt sich der Trabant von seiner Schattenseite.


Bei Neumond zeigt sich der Trabant von seiner Schattenseite.
© Getty Images

In Kalendern ist der Neumond meist als schwarze Scheibe dargestellt. Der Mond kehrt uns an diesem Tag seine dunkle Seite zu und ist kaum zu erkennen.

 

Zunehmender Mond: Es wird wieder heller

Ist die Mondsichel gebogen wie die "Klammer zu: )", spricht man vom zunehmenden Mond.


Ist die Mondsichel gebogen wie die "Klammer zu", spricht man vom zunehmenden Mond.
© imago images/imagebroker

In den Tagen nach Neumond wird der zunehmende Mond sichtbar. Er sieht aus wie eine Sichel und zeigt jeden Tag ein bisschen mehr von seinem Gesicht. Das erste Viertel des Mondphasen-Zyklus ist erreicht, wenn die Sonne genau eine Hälfte der uns zugewandten Mondseite ausleuchtet. Dann siehst du den zunehmenden Halbmond am Nachthimmel.

 

Vollmond: Richtungswechsel der Mond-Impulse

Runde Sache: der Vollmond in seiner ganzen Pracht.


Runde Sache: der Vollmond in seiner ganzen Pracht.
© Getty Images

In Kalendern ist der Vollmond als helle Scheibe dargestellt. In dieser Mondphase positionieren sich alle 3 Himmelskörper wieder auf einer Linie. Die der Erde zugewandte Mondseite wird von der Sonne voll beleuchtet.

Schon gewusst? Bei Voll- und Neumond ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut am größten. Denn an diesen beiden Tagen ist die Gravitationskraft des Mondes am stärksten.

 

Abnehmender Mond: Kann mal jemand bitte das Licht dimmen?

Ist die Mondsichel gebogen wie bei der "Klammer auf: (", spricht man vom abnehmenden Mond.


Ist die Mondsichel gebogen wie bei der "Klammer auf", spricht man vom abnehmenden Mond.
© imago images/STAR-MEDIA

Bei abnehmendem Mond verringert sich der Beleuchtungsgrad wieder. Bereits nach 2 Tagen bekommt der Vollmond eine Delle. Das letzte Viertel des Mondphasen-Zyklus ist erreicht, wenn der abnehmende Halbmond zu sehen ist. Der Trabant kreist in den nächsten Tagen weiter um unsere Erde, bis wir ihn nur noch als eine Sichel wahrnehmen. Danach startet der Zyklus wieder von vorne und wir begrüßen den Neumond am Nachthimmel.

Wie entstehen Mondphasen?

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Mondkalender: Ein Leben nach dem Mond

Der Glaube an die sogenannte "Kraft des Mondes" ist uralt. Unsere Vorfahren beobachteten Sonne, Mond und Sterne nicht nur, um Informationen über die Tages- und Jahreszeit zu gewinnen. Sie versuchten auch zu verstehen, welchen Einfluss die unterschiedlichen Konstellationen auf Mensch und Natur haben. So wollten sie sich die "Kräfte des Mondes" für Jagd, Ernte, Lagerung und Heilung zunutze machen.

Auch heute noch gibt es Personen, die ihr Leben nach einem Mondkalender richten und bestimmte Tätigkeiten nur zu bestimmten Mondphasen ausüben. Für die Behauptung, dass die Mondphasen uns in unserem Alltag beeinflussen, gibt es allerdings keinerlei wissenschaftliche Beweise.

 

Alle wichtigsten Fragen zum Vollmond

  • ⁉️

    Warum wir bei Vollmond nicht gut schlafen?

    Dein Schlaf-Wach-Rhythmus wird durch das Hormon Melatonin geregelt: Bei Helligkeit wird die Bildung gehemmt und bei Dunkelheit gefördert. Da es bei Vollmond heller ist als sonst, kann es vorkommen, dass du dadurch nicht so gut schlafen kannst.

  • ⁉️

    Welchen Einfluss hat der Neumond auf uns?

    Der Neumond steht für den Start eines neuen Mondzyklus und in diesem Zusammenhang für einen astrologischen Neubeginn. Menschen, die an den Mondkalender glauben, sehen den Neumond als Zeitpunkt, um sich von alten Lasten lösen, positiv in die Zukunft zu blicken und neue Ziele für die kommende Zeit zu setzen.

  • ⁉️

    Wie oft ist Vollmond?

    Eine Mondphase dauert im Schnitt circa 29,5 Tage. Im Jahr 2021 und auch 2022 gibt es 12 Vollmonde am Himmel zu bestaunen, das bedeutet, in jedem Monat ist ein Vollmond zu sehen.

  • ⁉️

    Haben die Mondphasen einen Einfluss auf unseren Alltag?

    Für einen Einfluss der Mondphasen auf unser Leben gibt es keinerlei wissenschaftliche Beweise. Menschen, die an den Mondkalender glauben, richten ihren Alltag aber tatsächlich nach den 4 Mondphasen. Sie glauben: Bei Neumond ist der beste Zeitpunkt für einen Haarschnitt, weil die Haare dann schneller und gesünder nachwachsen, beim zunehmenden Mond topft man Pflanzen um, bei Vollmond bluten Wunden stärker und bei abnehmendem Mond ist der perfekte Zeitpunkt, um die Kilos purzeln zu lassen. 

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MondSonne
Veröffentlicht: 18.03.2022 / Autor: Magdalena Mayer