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Der Ig Nobelpreis: erst lachen dann nachdenken

vor 4 Jahren

Was haben Hühner und Dinosaurier gemeinsam? Forschung, die Menschen erst zum Lachen bringt, aber im zweitem Atemzug zum Nachdenken anregt: Der Ig-Nobelpreis, auch Anti-Nobelpreis genannt, wird jährlich verliehen und zeichnet Forscher für ihre brillanten Leistungen aus. 

„Ig“ steht für ignoble und bedeutet unwürdig und schändlich. Dabei haben wir es natürlich mit Ironie zu tun. Bereits seit 1991 wird der Preis in insgesamt zehn Kategorien vergeben. Jedes Jahr geht der Jux aufs Neue los. Die Jury des wissenschaftlichen Satiremagazins „Annals of Improbable Research“ wählte zehn Forschergruppen aus, die in diesem Jahr als die skurrilsten angesehen wurden.

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Selbst der Preis für die Laureaten muss mit Humor genommen werden: Neben einer Topfpflanze mit vier Blüten aus Pappmaschee, erhielten sie zehn Billionen Dollar. Hört sich zwar nach viel Geld an, ist aber nicht so gütig wie gedacht. Der Dollarschein kommt aus dem inflationären Simbabwe und nicht aus den USA. Nichtsdestotrotz trugen die Preisträger absolut zur Wissenschaft bei. Der kecke Rahmen sorgt für das gewisse Etwas und vor allem für Aufmerksamkeit.

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In der Kategorie Biologie gewannen chilenische Forscher: Sie beobachteten, dass Hühner, denen Gewicht ans Hinterteil befestigt wird, wie Dinosaurier laufen. Mit Hilfe eines Holzstabs, welcher mit Knete befestigt wurde, konnte diese Feststellung gemacht werden.

Der Ig Nobelpreis für Chemie ging an Forscher aus Australien. Diesen gelang es anhand chemischer Verfahren ein gekochtes Ei teilweise wieder roh zu bekommen. Die im Ei enthaltenden Proteine verknoten sich bei zugefügter Hitze und das Ei wird somit hart. Das Entkochen könnte helfen Proteine billiger herzustellen, indem Bakterien verwendet werden, welche die Proteinverknotung löst.

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Wissenschaftler aus Japan und der Slowakei erhielten den Preis in der Kategorie Medizin. Sie untersuchten den biomedizinischen Nutzen und die biomedizinischen Konsequenzen von intensivem Küssen. Dabei wurde beispielsweise herausgefunden, dass Küssen gegen Allergien hilft. Pärchen, die intim wurden, schütteten weniger Immunglobin E aus. Hierbei handelt es sich um körpereigenes Eiweiß, das an allergischen Reaktionen beteiligt ist.

Die weiteren sieben Preisträger könnt ihr euch auf der Website der Organisation „Improbable Research“ ansehen.

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