Diese Software soll das Böse in euren Gesichtern erkennen können

Diese Software soll das Böse in euren Gesichtern erkennen können

vor 2 Jahren

Der Bösewicht – in Hollywood-Filmen ist er leicht zu erkennen an seinem fiesen Blick. In der Realität lassen sich Verbrecher meist nicht so einfach identifizieren. Doch chinesische KI-Forscher behaupten nun, eine Software entwickelt zu haben, die schon im Voraus Verbrecher ausmachen kann. 

Das Computerprogramm von Xiaolin Wu und Xi Zhang von der Universität Shanghai soll das anhand von Passfotos bewerkstelligen. Für ihre neue Studie haben die Forscher mehr als 1800 Fotos von chinesischen Männern analysiert. Die Hälfte der zwischen 18- und 55-Jährigen waren Straftäter.

Durch Gesichtsabgleiche soll die Software somit gelernt haben, mit 89,5-prozentiger Wahrscheinlichkeit Verbrecher von Nicht-Verbrechern zu unterscheiden. Das Ergebnis: Wer einen schmalen Mund hat und eng zusammenstehende Augen, den wird die Software als Bösewicht abstempeln. So ungefähr funktioniert der Algorithmus des Programms.

Die Studie ist mit Vorsicht zu betrachten

Was soll man davon halten? Wenn ihr euch jetzt fragt, ob der Arbeitskollege oder beste Freund über Nacht zum Übeltäter wird – da können wir eine Entwarnung geben. Denn die Studie ist mit Vorsicht zu betrachten. Anhand von Gesichtszügen lassen sich mit Sicherheit keine eindeutigen Vorhersagen treffen, wer zum Kriminellen wird.

Das Ganze ist nicht nur ethisch, sondern auch politisch höchst problematisch. Schon zur Zeit des Dritten Reichs wollten die Nazis mit zweifelhaften Methoden erkennen können, wer ein „geborener Verbrecher“ ist: Die Größe des Schädels sollte hierfür ein Hinweis sein.

Unattraktive Menschen haben schlechtere Berufsaussichten

Und doch ist interessant, dass die Software gewisse Gemeinsamkeiten bei Kriminellen ausmachen konnte. Die Studie bestätigt so zumindest in Teilen, was schon andere Untersuchungen ergeben haben: Wer als unattraktiv wahrgenommen wird, der hat schlechtere Berufsaussichten. Illegale Tätigkeiten können somit ein Ausweg sein, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen.

Gesichtserkennung ist auch in Deutschland ein Thema: Das Bedürfnis nach mehr Sicherheit steigt. Innenminister Thomas de Maizière setzt auf diese Überwachungstechnik. Aber wie genau soll das funktionieren?

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