YouTube / La Tomatina de Bunol oficial

Morgen findet in Spanien die größte Essensschlacht der Welt statt

vor 2 Jahren

„Mit Essen spielt man nicht.“ Diesen Satz haben wir sicher alle schon mal zu hören bekommen – in diesem „Erhobener-Zeigefinger“-Tonfall, ihr wisst schon. Und wenn man bedenkt, wie viele Menschen auf dieser Welt mit Hungersnot zu kämpfen haben, ist dieser Satz auch mehr als vernünftig. Umso skurriler ist das, was seit einigen Jahren immer am letzten Mittwoch des Monats August in Spanien passiert: eine riesige Tomatenschlacht, die das komplette Dorf in ein rotes Gemüse-Meer verwandelt.

Bei dieser gigantischen Essensschlacht handelt es sich um ein berühmtes Straßenfest namens „La Tomatina“ im spanischen Buñol – ein Dorf mit etwa 10.000 Einwohnern.

Jedes Jahr strömen zehntausende Menschen aus aller Welt in das spanische Dorf, um sich gegenseitig mit Tomaten abzuwerfen. Der erste Gedanke, der einem hierbei durch den Kopf schießt: Haben die sie noch alle? Das ist doch die totale Lebensmittelverschwendung.

Tatsächlich handelt es sich aber bei den Tomaten, die verwendet werden, um überreife Exemplare, die sowieso nicht mehr zum Verzehr geeignet sind. Die werden mit Hilfe von LKW tonnenweise in die Straßen von Buñol geschüttet – hauptsächlich auf den großen Marktplatz „Plaza del Pueblo„. Bevor das Tomatenwerfen beginnt, müssen die Teilnehmer erst noch eine Challenge absolvieren – das sogenannte „Schinkenstürmen“. Mitten auf dem Marktplatz wird ein sieben Meter hoher Baumstamm aufgestellt, an dessen oberen Ende ein großer Schinken befestigt ist. Freiwillige müssen es schaffen, den Stamm bis ganz nach oben hochzuklettern, um den Schinken zu ergattern.

Eine Stunde später, um 11 Uhr, geht das fröhliche Tomatenwerfen dann los. Das Ganze dauert genau eine Stunde – danach dürfen keine Tomaten mehr geworfen werden.

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Damit sich niemand verletzt, müssen die Tomaten in der Hand zerquetscht werden, bevor man sie wirft. Schließlich geht es bei der ganzen Sache um den Spaß. Dahinter steht weder ein religiöser noch ein politischer Hintergrund. Wenn die Schlacht zu Ende ist, helfen alle Teilnehmer beim Säubern der Straße mit Gartenschläuchen.

La Tomatina
Bei diesem Fest kommen mehrere Tonnen Tomaten zum Einsatz
© YouTube / La Tomatina de Bunol oficial

Die erste „Tomatina“ gab es in den 1940er Jahren. Wie genau sie entstanden ist, weiß aber anscheinend niemand mehr so genau. Es gibt da verschiedene Theorien. Eine besagt, dass Bewohner mal einen schlechten Straßenmusiker mit Tomaten bewarfen. Daraufhin soll er zurück geworfen haben und so ist die erste Schlacht entstanden.

Im Jahr 2004 schaffte es das rote Fest sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. Hier hatten sich knapp 40.000 Menschen mit 125.000 Kilogramm Tomaten beworfen. Damit das Ganze nicht zu chaotisch wird und Sicherheit gewährleistet werden kann, erhielt das Fest im Jahr 2013 allerdings eine Teilnehmerbeschränkung. Seitdem dürfen nur noch 20.000 Leute mitmachen. Die Teilnahme kostet 10 Euro.

Tausende strahlende Gesichter und ziemlich viele Tomaten – hier könnt ihr euch ansehen, wie die große Tomatina abläuft:

Verrückte Straßenfeste gibt es auf der ganzen Welt. Besonders gefährlich ist die Tomatina allerdigs nicht. Im Gegensatz zu einem Straßenfest in Mexiko. Das kann sogar tödlich enden. Seht selbst:

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