Mysteriöser „Teufelsbrief“ aus dem 17. Jahrhundert teilweise entschlüsselt
ibtimes.co.uk

Mysteriöser „Teufelsbrief“ aus dem 17. Jahrhundert teilweise entschlüsselt

vor 3 Monaten

Ab Montag, 04. Dezember gibt es eine neue Galileo-Rubrik: Galileo What The Fakt. Dort nehmen wir krasse WTF-Momente und erklären euch die Fakten dahinter. Immer 20 Uhr geht’s auf ProSieben los und den ganzen Tag gibt’s spannende Fakten und skurrile Geschichten auf unserer Facebook-Seite.strong>

Ok, jetzt kommt eine ungewöhnliche Geschichte, die irgendwie etwas an die Romane von Dan Brown erinnert, die jemand mit Szenen aus „Der Exorzist“ ausschmückte. Im 17. Jahrhundert schrieb eine Nonne, die angeblich vom Teufel besessen war, einen unleserlichen Brief, den sogenannten „Lettera del Diavolo“ (Teufelsbrief). Nun konnten angeblich Teile dieses Briefes entschlüsselt werden. Mithilfe eines Codes, der im Darknet gefunden wurde.

Schwester Maria Crocifissa della Concezione verfasste 1676 den mysteriösen Brief. So zumindest die Theorie, denn sie wachte eines Tages mit einem tintenverschmierten Gesicht auf – den Brief in der Hand.

Sie und ihre Schwestern im Kloster Palma di Montechiaro in Sizilien glaubten, dass die Botschaft durch dämonischen Einfluss entstanden sein muss. Der Grund: Sie konnten ihn nicht entschlüsseln, da er in Runenschrift, Griechischen, Kyrillisch und Arabisch verfasst wurde. Seitdem versuchen Gelehrte vergeblich die Bedeutung des Briefes zu entschlüsseln.

"Lettera del Diavolo"
Hier seht ihr einen Teil des „Teufelsbriefes“, der angeblich zum Teil entschlüsselt wurde.
© ibtimes.co.uk

Jetzt, 361 Jahre später, behauptet ein Team des Ludum Science Centers in Sizilien, 15 Zeilen der unheimlichen Botschaft übersetzt zu haben. Dafür setzten sie einen Computeralgorithmus ein, den sie im Dark Web gefunden hatten. Das berichtet die Seite IBT.

„Dort gibt es alles: Drogen, Prostitution, Pädophilie, und auch Programme, die dazu verwendet werden, um geheime Botschaften zu entschlüsseln, wie die, die wir verwendet haben“, sagte Ludum-Direktor Daniele Abate dem italienischen Radiosender 105 Network.

Die Teile, die Abate und sein Team übersetzt haben, drehen sich um die Beziehung zwischen Gott, Mensch und Satan. In diesen Zeilen rät Schwester Maria – oder wer auch immer diesen Brief verfasste – Gott dazu, die Menschen aufzugeben und sie dem Teufel zu überlassen.

„Gott glaubt, er könne die Sterblichen befreien“, heißt es im Brief. Und: „Diese Methode funktioniert bei niemanden.“

Bisher wurde nur diese Passage veröffentlicht. Was sonst noch so in diesem mysteriösen Brief steht, wurde noch nicht verraten.

Historiker gehen davon aus, dass Schwester Maria an Schizophrenie oder an einer bipolaren Störung litt. Sie war wahrscheinlich ein talentierter Linguist und beherrschte mehrerer Sprachen.

Abate erklärte: „Meine Theorie ist, dass es sich hier um ein Alphabet handelt, das von der Nonne mit großer Sorgfalt entwickelt wurde, die Symbole umfasste, die sie kannte. Jedes Symbol ist gut durchdacht und strukturiert, es gibt Zeichen, die sich wiederholen, vielleicht absichtlich oder vielleicht unbewusst.“

Schwester Maria erzählte ihren Mitmenschen damals, dass sie zwei andere Botschaften vom Teufel erhalten habe. Aber diese wurden niemals niedergeschrieben.

Können Menschen wirklich von bösen Geistern und Dämonen besessen sein? Hermes Cifuentes ist seit 20 Jahren als Teufelsaustreiber unterwegs und führt regelmäßig Exorzismen aus. Wir sind nach Kolumbien gereist, um mehr über das seltsame Ritual zu erfahren.

WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen: