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Mit Licht gegen Corona: Wo UV-Strahlung schon Keime und Viren vernichtet

Oberflächen lassen sich mit ultra-violettem Licht schnell und sicher desinfizieren: Auch Corona-Viren haben gegen das energiereiche Licht keine Chance. Wie das funktioniert und wo die UV-Desinfektion schon im Einsatz ist.
Teaserbild: Mit Licht gegen Corona: Wo UV-Strahlung schon Keime und Viren vernichtet

Das Wichtigste zum Thema UV-Desinfektion

  • Wie oft tippst du täglich auf deinem Smartphone herum? Im Schnitt etwa 2.500 Mal. Dabei sammeln sich etwa 100 Bakterien-Arten auf dem Bildschirm an - und andere Erreger, wie zum Beispiel Viren.

  • Experten raten dazu, das Smartphone 2 Mal am Tag zu reinigen. Mal ehrlich: Machst du das?

  • Gerade in Corona-Zeiten ist die Virenschleuder Handy keine schöne Vorstellung. Eine Erfindung soll dein Handy jetzt sauber halten. Der Trick: Desinfektion mit UV-Strahlung.

  • Licht kommt bereits in vielen Bereichen zum Einsatz, wenn man etwas schnell von unliebsamen Begleitern befreien will. Zum Beispiel in Kläranlagen, Rolltreppen (siehe Clip oben) und in Krankenhäusern.

Diese Erfindung macht dein Smartphone richtig sauber

Das vom Fraunhofer Institut entwickelte Gerät sieht aus wie ein Drucker, befreit aber Handy- oder Tablet-Bildschirme von 99,9 Prozent der Keime, Bakterien und Viren - und das in Sekundenschnelle.

Dein Handy wird dafür mit extrem energiereichen Licht bestrahlt. Wie das genau funktioniert, erfährst du weiter unten.

Ein Gerät des Fraunhofer Instituts desinfiziert Oberflächen mit UV-Licht.


Nein, das ist kein Drucker, sondern ein Prototyp des Fraunhofer Instituts. Mit UV-Licht tötet es (fast) alle Keime, Bakterien und Viren ab.
© Thomas Westerhoff / Fraunhofer IOSB-AST

Licht an, Erreger aus: Wie die Desinfektion mit Licht funktioniert

Die schmutzige Oberfläche wird mit UV-C-Strahlung bestrahlt. Das extrem energiereiche Licht zerstört Keime, Bakterien und Viren.

Vereinfacht gesagt geht das so: Das ultraviolette Licht hat so viel Kraft, dass es die Erbsubstanz der Erreger einfach auseinander reißt. Dafür muss es etwa eine Wellenlänge zwischen 200 und 400 Nanometer haben. Zur Orientierung: Das sichtbare Lichtspektrum beginnt ungefähr bei einer Wellenlänge von 400 Nanometern.

Zur Behandlung von Corona-Patienten ist UV-C-Strahlung nicht geeignet. Denn das energiereiche Licht schadet auf Dauer nicht nur "bösen" Zellen.

Große Hoffnung setzen Wissenschaftler dagegen auf den Corona-Impfstoff von Biotech, Moderna und Co.

Von der Rolltreppe bis zur Kläranlage: Hier ist die UV-Desinfektion im Einsatz

Warum die UV-Desinfektion gerade jetzt wichtig sein kann

  • 😷

    Klar ist: Um die Ausbreitung des Corona-Virus erneut einzudämmen, sind Hygiene-Maßnahmen sehr wichtig. Außerdem kommt es wieder auf Social-Distancing an.

  • 💯

    Mit der UV-Desinfektion lassen sich zuverlässig 99,9 Prozent der Erreger auf einer Oberfläche abtöten.

  • Und das beeindruckend schnell: Ein Handy-Bildschirm ist nach wenigen Sekunden sauber.

  • 💡

    On top ist die Technologie auch noch unkompliziert. Es braucht nur eine Quelle, die das UV-Licht erzeugen kann.

Veröffentlicht: 23.11.2020 / Autor: Johannes Korsche