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Spoiler Alarm: Das musst du über Auto-Tuning wissen

Mit Tuning verwandelst du dein Auto zum Traumwagen. Doch nicht jede Veränderung ist erlaubt. Wir sagen dir, was geht und was verboten ist.

Das Wichtigste zum Thema Tuning

  • Tuning ändert die Mechanik, Elektronik, Akustik, Optik oder den Bau deines Autos. Das englische "to tune" bedeutet "abstimmen" oder "in Einklang bringen".

  • Bestimmt ein Kunde (englisch "Customer") den Umbau, sprechen Tuner vom Customizing. Das gilt auch für das Tuning ab Werk. Hier setzen die Hersteller deine Extrawünschen um - Betriebserlaubnis inklusive.

  • Da die Verkehrssicherheit und Menschenleben auf dem Spiel stehen, regelt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, was umgerüstet werden darf. Diese Infos findest du hauptsächlich unter den Paragraphen 19 und 22 StVZO.

  • Motor, Reifen, Bremsen, Beleuchtung, Sicherheitsgurte, Scheiben, Abgaseinrichtung und viele weitere Teile darfst du nur amtlich geprüft einbauen.

  • Illegales Tuning ist eine Ordnungswidrigkeit. Bestraft wirst du mit Bußgeld und Punkten in Flensburg. Auch die Kosten für den Abschleppdienst und den Gutachter gehen auf deine Kappe.

Das sind die Tuning-Arten

  • 🔧

    Motor-Tuning: Das gibt ordentlich mehr Leistung.

  • ⚙️

    Fahrwerk-Tuning: Hierzu zählt das berühmte Tieferlegen.

  • 🚘

    Karosserie-Tuning: Spoiler zieren beispielsweise den Wagen.

  • 💡

    Beleuchtungs-Tuning: Leuchtröhren setzen das Auto in ein neues Licht.

  • 🛋

    Interior-Tuning: Leder und andere Materialien das Innenleben.

  • 🎧

    Akustik-Tuning: Der Wagen röhrt mit lauterem Sound.

  • 🎨

    Design-Tuning: Airbrush-Wesen beleben die Motorhaube.

Ein prüfender Blick schützt

Du musst prüfen, dass der Umbau legal ist, und die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) der Teile aber auch des ganzen Wagens nicht auf dem Spiel steht. Die erlischt, wenn sich die Fahrzeugart ändert oder Verkehrsteilnehmer gefährdet sein können. Auch stärkerer Lärm oder schlechtere Abgaswerte zählen da dazu.

Nach jeder Veränderung muss ein Sachverständiger, beispielsweise vom TÜV oder der Dekra, das Auto abnehmen. Du musst das Tuning dann im Fahrzeugbrief eintragen lassen. Die Polizei prüft dies bei ihren Kontrollen. Die ABE-Scheine für verbaute Teile solltest du auch im Wagen dabei haben.

Du musst auch die Kfz-Versicherung von jedem Umbau unterrichten. Eventuell steigt dadurch die Prämie. Wenn du das Aufrüsten nicht gemeldet hast und ein Unfall geschieht, kann die Versicherung Geld von dir fordern. Auch Kaskoversicherungen bezahlen im Schadensfall nur aufgelistete Bauteile.

Vorsicht Wechselwirkung! Schraubst du an einem Teil, kann das den ganzen Wagen beeinflussen. So hängt alles zusammen

Veröffentlicht: 23.11.2019 / Autor: Sven Hasselberg

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