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Graue Haare

Warum werden Haare grau?

Das erste graue Haar! Manche finden es mit 20, manche erst mit 50. Woran liegt das? Aiman erklärt's dir im Clip. Und eine Studie zeigt: Stress macht mausgrau.
Warum werden Haare grau?
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Warum wir im Alter ergrauen

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    Uns wachsen rund 150.000 Haare auf dem Kopf. In den Haarwurzeln sind Melanozyten. Sie produzieren den Farbstoff Melanin und sorgen für blonde, schwarze, rote oder braune Haare.

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    Mit dem Alter ergrauen Menschen. Ab wann das passiert, ist genetisch bedingt und je nach Lebensweise unterschiedlich. Manche finden mit 20 das erste graue Haar, andere mit 60.

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    Auch die ethnische Herkunft spielt eine Rolle. US-Forscher fanden heraus: Bei Europäern ergraut das Haar mit Mitte 30, bei Asiaten mit Ende 30 und bei Afrikanern mit Mitte 40.

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    Der Anteil an farbbildenden Zellen sinkt, wenn wir älter werden. Statt Melanin befinden sich Luftbläschen in den Haarzellen. Die Haare sind farblos statt pigmentiert.

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    Graue Haare gibt's genau genommen gar nicht. Sie sind eine optische Täuschung. Die farblosen Haare wirken im Zusammenspiel mit den noch dunkleren Haaren grau.

Stress macht die Maus grau

Mäusen wachsen graue Haare bei zu viel Stress. Denn: Stress verändert ihre Stammzellen in den Haarfollikeln, er vernichtet sie quasi. Warum bloß?

Über die Ursache zerbrachen sich US-Forscher:innen aus Harvard lange den Kopf. Schließlich identifizierten sie den Sympathikus (ein Teil des Nervensystems) als Verursacher. Er zerstört bei Stress die pigmentbildenden Haarzellen der Tiere. Die Folge: Alle nachwachsenden Haare sind farblos. Die gestressten Mäuse ergrauten also nicht über Nacht, aber nach und nach.

Diese Nachricht stresst dich jetzt? Keine Angst. Ob die Ergebnisse sich auf den Menschen übertragen lassen, ist noch nicht untersucht. Und außerdem: Graue Haare sind ja glücklicherweise im Trend.

Oh ja, ein graues Haar!

Stolz zeigen anstatt färben oder auszupfen: (Auch viele junge) Frauen präsentieren selbstbewusst ihre graue Haarpracht. Der Instagram-Account Grombre feiert Bilder von den grauen Haaren und hat über 230.000 Follower. Grau ist einfach, wow!

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Der Silberrücken ist der Boss

Bei Gorillas sind graue Haare ein Status-Symbol. Männchen bekommen etwa ab dem 12. Lebensjahr einen silbernen Rücken. Ab diesem Alter sind die männlichen Gorillas bereit, sich den Rang des Anführers zu verdienen. Das graue Haar kennzeichnet die Reife. Aber: Nicht jeder Silberrücken ist auch dominant.

Gorilla Silberrücken


Dieser Silberrücken führt seine Gorilla-Familie durch den Wald in Ruanda.
© Getty Images

Hilfe, meine Haare sind verfärbt!

Hilfe, meine Haare sind verfärbt!

Um verfärbte Haare noch zu retten, gibt es ein Hausmittel - und du hast es sicher zu Hause! Doch was könnte das sein? Hier kommt die Lösung.

Haarige Mythen und Fakten

  • Haare sind lange Hornfäden, die größtenteils aus Keratin bestehen - so wie unsere Finger- und Fußnägel.

  • Das Kopfhaar dient uns Menschen vor allem als Schutz gegen die Sonne.

  • Wer hat mehr? Blonden wachsen etwa 150.000 Haare auf dem Kopf, Braunhaarigen rund 100.000 und Rothaarigen rund 90.000.

  • Ab zum Friseur, dann wächst das Haar schneller - das ist ein Mythos. Die Haarspitzen sind wie das gesamte sichtbare Haar leblos.

  • Wie lange ein Haar wächst, ist genetisch festgelegt. Beinhaare wachsen meist nur 3 Monate, Kopfhaare bis zu 6 Jahre. Danach fallen sie aus.

Veröffentlicht: 12.04.2021 / Autor: Alena Brandt