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Besuch im Geisterdorf Kalami: Nun kennen wir das dunkle Geheimnis

Ein Verbrechen? Ein Fluch? Oder eine Naturkatastrophe? Wir waren in Kalami und haben das Geheimnis um das verlassene Dorf auf Kreta gelüftet. Aber die griechische Insel hat noch mehr Spektakuläres zu bieten. Scroll dich durch!
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Das Wichtigste zum Thema Geisterdorf Kalami

  • Verlassene Häuser, gespenstische Stille: Das Dorf im Südwesten Kretas wirkt wie ausgestorben. Lediglich die Kirche im Ort scheint instand gehalten zu werden.

  • Zurückgebliebener Hausrat und vergilbte Familienfotos zeugen von einem raschen Aufbruch der ehemaligen Bewohner. Eine Zeitung, die in einem der Steinhäuser zu finden ist, stammt aus dem Jahr 1985.

  • Was war passiert? In der Umgebung sollte ein riesiger Staudamm entstehen und dafür hätte das Dorf geflutet werden müssen.

  • Die Baupläne wurden in letzter Minute verworfen. Zu dem Zeitpunkt allerdings waren die meisten Dorfbewohner bereits weggezogen.

  • Heute leben nur noch ein paar wenige Menschen in Kalami. Sie versorgen sich größtenteils selbst, bauen Obst und Gemüse an.

  • Besuch bekommt das "Ghost Village" immer wieder - von Abenteurern und "Dark Tourists". Einige Veranstalter bieten sogar Wandertouren dorthin an.

Urlaub auf Kreta mal anders: Skitour statt Strand

Für seine schönen Strände ist Kreta bekannt. Doch auf der griechischen Mittelmeerinsel kann man im Winter auch Skitouren gehen und anschließend unberührte Firnhänge hinabfahren.

Die Lefka Ori, die Weißen Berge, erheben sich im Westen von Kreta. Knapp 50 ihrer Gipfel liegen über 2.000 Meter hoch. Früher waren die Bergdörfer oft nur zu Fuß oder mit Maultieren zu erreichen.

Nach Anopolis hinauf schlängelt sich eine 12 Kilometer lange Serpentinenstraße, vorbei an Zitronen- und Olivenbäumen. Das Örtchen bietet das, was sich Alpinisten wünschen: gemütliche Unterkünfte, urige Lokale und drumherum steile Berge.

Von hier aus führen Schotterpisten hinein ins Gebirge. Mit jedem Höhenmeter wird es weißer, bis sich die Schneewüste auftut. Dann parkt man das Auto am Straßenrand und zieht los. Und gelegentlich blitzt beim Wandern auf 2 Brettern in der Ferne das Lybische Meer auf. Ein beliebtes Ziel ist das Biwak Katsiveli im Zentrum des Gebirgsmassivs.

Lefka Ori


Die Lefka Ori auf Kreta: Der höchste Berg ist der Pachnes mit 2.454 Metern.
© Getty Images

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Inselwissen: Auf Kreta ...

  • 🌳

    … stehen mehr als 30 Millionen Olivenbäume. Die bekannteste Sorte ist die Koroneiki-Olive, aus ihr wird eines der besten Olivenöle der Welt gemacht.

  • 🔫

    … haben die Straßenschilder mitunter Einschusslöcher. Der Grund: Die Kreter schießen gern bei Hochzeiten und anderen festlichen Anlässen.

  • 🍺

    … wird Craft Beer gebraut. Beim "Solo" aus Alagni ist geschmacklich für jeden was dabei - von "Sour Kolsch" bis zur Chili-Variante.

  • 👳🏻‍♂️

    … heißt die traditionelle Kopfbedeckung der Männer "Sariki". Es handelt sich um ein schwarzes Dreieckstuch (meist gehäkelt) mit Fransen, das mehrfach um den Kopf gewickelt wird.

  • 🐌

    ... sind gekochte oder geschmorte Schnecken seit der Antike eine beliebte Speise. Man bereitet sie mit Zitronensauce, Rosmarin oder Tomaten zu.

Veröffentlicht: 21.06.2020 / Autor: Heike Predikant