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Die Corona-Warn-App ist da. Wir verraten dir, wie sie funktioniert und wie sicher deine Daten sind.

Update für die Corona-Warn-App: Das sind die neuen Funktionen

Die Corona-Warn-App bekommt neue Funktionen. Künftig können Nutzerinnen und Nutzer Ergebnisse von Schnelltests eintragen sowie per QR-Code einchecken. Was die Tracing-App noch kann und wie sicher deine Daten sind - auf dieser Seite findest du alle Infos.
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Das Wichtigste zum Thema Corona-Warn-App

  • Ziel der Corona-Warn-App ist es, Infektionsketten schneller zu durchbrechen.

  • Die Corona-Warn-App ist eine Ergänzung im Kampf gegen Corona, ersetzt aber nicht die Abstands- und Hygiene-Regeln.

  • Die App fragt keine Standortdaten ab (Tracking), sondern merkt sich nur, welche 2 Smartphones über einen bestimmten Zeitraum in kritischer Nähe zueinander waren (Tracing).

  • Die Nutzung ist freiwillig. Bislang wurde die App rund 26,7 Millionen Mal heruntergeladen.

  • Seit 1. September wurden insgesamt 539.098 positive Testergebnisse verifiziert. Anschließend haben sich 61 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer dafür entschieden, ihr positives Testergebnis zu teilen. Nur so erfolgt eine Risiko-Benachrichtigung (Stand: 1. April).

  • Die Corona-Warn-App wird immer weiter entwickelt und bekommt nun neue Funktionen. Was hinter der Event- und Schnelltestfunktion steckt und was die App noch kann, erfährst du weiter unten.

Update für die Corona-Warn-App: Was ändert sich?

Mit dem nächsten Update, das Mitte April ausgerollt werden soll, erhält die Corona-Warn-App 2 praktische neue Funktionen:

Eventfunktion

Bald kannst du beim Betreten von Restaurants oder beim Besuch von Veranstaltungen per QR-Code einchecken.

Falls wenig später ein Gast positiv auf Covid-19 getestet wird, kann dieser das Ergebnis in der App eintragen - und somit an den Server des Robert Koch-Instituts (RKI) übermitteln. Dann erhalten andere Gäste eine Warnung von der Corona-Warn-App.

Das Feature kommt dir bekannt vor? Gut möglich, eine vergleichbare Funktion bietet zum Beispiel die von Smudo vermarktete Luca-App. Der Unterschied: In der Corona-Warn-App musst du keine persönlichen Daten wie deinen Namen oder deine Telefonnummer angeben. Die Angaben über deinen Besuch werden nur auf dem Smartphone gespeichert. Im Fall der Fälle werden alle Gäste über die App gewarnt, so wie es bislang schon bei einer Risiko-Begegnung abläuft. Wie das funktioniert, erfährst du weiter unten.

Der QR-Code soll in einer Form bereitgestellt werden, mit der auch andere Apps - wie etwa die Luca-App - diesen in ihren eigenen QR-Code integrieren können. Damit soll laut Gesundheitsministerium ein Check-In bei mehreren Anwendungen mit einem QR-Code möglich sein.

Schnelltestfunktion

Zudem soll es möglich sein, Ergebnisse von Schnelltests direkt in die Corona-Warn-App einzutragen. "Wer bei einem Schnelltest positiv auf Corona getestet wird, kann dann auch direkt über die Corona-Warn-App mögliche Kontaktpersonen warnen", kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert letzte Woche in Berlin an. Das soll die Unterbrechung von Infektionsketten verbessern.

Zunächst können Schnelltests des Deutschen Apothekerverbands sowie von Drogerieketten wie dm und Budni eingetragen werden. Weitere Partner sollen laut Seibert folgen. Die Beitritts-Schwelle sei niedrig, neue Partner könnten über ein Webportal an die Warn-App angebunden werden.

Was kann die Luca-App?

Viele können das Ende des Lockdowns gar nicht mehr erwarten - umso erfreulicher ist, dass die Luca-App uns schon bald aus dem Ausnahmezustand befreien könnte.

Wie funktioniert die Corona-Warn-App?

  • 📱

    Die App kannst du dir freiwillig herunterladen. Du musst weder deinen Namen ein-, noch deinen Standort freigeben. Aber: Bluetooth muss eingeschaltet sein.

  • 👭

    Über die Bluetooth-Technologie Low Energy (BLE) erfasst die App andere Smartphones, auf denen die App installiert ist, im Abstand von etwa 2 Metern und weniger. Im Vergleich zum "klassischen" Bluetooth soll BLE einen deutlich geringeren Stromverbrauch haben.

  • 🆔

    Die App weist dem Gerät, mit dem du sie nutzt, eine zufällige, verschlüsselte ID zu, die sich in regelmäßigen Abständen ändert. Das lässt keine Rückschlüsse auf deine Identität zu.

  • 📳

    Befindet sich also eine Person mit der App im Abstand von unter 2 Metern über einen gewissen Zeitraum neben dir, tauschen die Smartphones die IDs aus und speichern sie für 14 Tage - lokal auf dem Smartphone.

  • Damit das funktioniert, musst du direkt bei der Einrichtung der App die Risiko-Ermittlung aktivieren und damit zustimmen, dass deine IDs an andere Smartphones weitergegeben werden.

  • 👨‍⚕️

    Wer ein positives Ergebnis beim PCR-Test erhält, kann das in der App melden - nur mit einer Bestätigung von offizieller Stelle. Dann werden die eigenen IDs an einen großen Server gesendet und allen anderen App-Nutzern zur Verfügung gestellt. Die eigentliche Prüfung, ob es einen Kontakt gab, findet lokal auf dem Handy statt. Diese Variante ist dezentral.

  • 📄

    Bei der zur ursprünglich geplanten zentralen Variante wären alle IDs an den Server verschickt worden, auch die der Kontaktpersonen. Dieses Kontaktnetz wäre für Hacker wesentlich angreifbarer gewesen.

  • 🔑

    Eine Überprüfung auf den Smartphones zeigt, mit welchen temporären IDs Infizierte in Kontakt waren. Es lässt sich nicht entschlüsseln, wer sich hinter der ID verbirgt oder wo der Kontakt stattgefunden hat, ...

  • ... aber alle betroffenen Smartphones erhalten eine Push-Benachrichtigung mit einer Warnung.

  • 🏥

    Die Person muss sich dann eigenverantwortlich und freiwillig testen lassen und in Quarantäne begeben. Zudem sollte sie bei einem positiven Test-Ergebnis das örtliche Gesundheitsamt informieren, damit wiederum ihre Kontaktpersonen benachrichtigt werden können.

So werden die IDs gespeichert

Auf dem Smartphone wird eine Liste der IDs gespeichert, die sich mindestens 15 Minuten lang in weniger als 2 Metern Entfernung aufgehalten haben. Die IDs sind verschlüsselt und temporär.

Auf dem Smartphone wird eine Liste der IDs gespeichert, die sich mindestens 15 Minuten lang in weniger als 2 Metern Entfernung aufgehalten haben. Die IDs sind verschlüsselt und temporär.

Läuft die Corona-Warn-App auf meinem Smartphone?

Die Corona-Warn-App ist für folgende Smartphones verfügbar:

  • Android-Smartphones, auf denen mindestens das Betriebssystem Android 6 (Marshmallow) läuft.
  • iPhones mit mindestens iOS 12.5 - das gibt es für Geräte ab dem iPhone 5s. Die Entwickler schätzen, dass in Deutschland noch bis zu 1,7 Millionen solcher Geräte benutzt werden.

Ältere Geräte oder Modelle, die den Bluetooth-Standard Low Energy (BLE) nicht unterstützen, fallen leider raus.

So nutzt du die Tagebuch-Funktion in der Corona-Warn-App

  • 🤔

    Das Kontakt-Tagebuch soll helfen, sich Risiko-Situationen besser zu merken.

  • 🧐

    Überprüfe zunächst, ob du die entsprechende Version der Corona-Warn-App hast. Die Info findest du rechts oben unter den 3 Punkten > "App Informationen". Bei Version sollte mindestens "1.10" stehen.

  • 📱

    Auf dem Startbildschirm der Corona-Warn-App findest du dann ein weiteres Widget mit dem Titel "Kontakt-Tagebuch".

  • Um das Tagebuch zu befüllen, klickst du auf "Tagebuch führen". Damit gelangst du zur Übersicht der letzten 14 Tage, in der alle Kontakte und Orte in einer Listenansicht angezeigt werden.

  • 📆

    Um eine Begegnung oder den Besuch eines bestimmten Ortes einzutragen, klickst du auf das Datum und auf "Person bzw. Ort hinzufügen". Platz für weitere Informationen zur Dauer oder den genauen Umständen der Begegnung ist nicht vorgesehen.

  • Du kannst jeden Eintrag nachträglich bearbeiten oder löschen.

  • 📱

    Die Daten werden nur auf dem eigenen Smartphone gespeichert und auf keinen Server übertragen. Außerdem werden sie nach rund 2 Wochen automatisch gelöscht.

  • Die Nutzung der Tagebuch-Funktion ist genauso freiwillig wie die Übermittlung der Daten an das Gesundheitsamt.

  • 👍

    Vorteil der Tagebuch-Funktion: Betroffene werden im Fall einer Infektion ohnehin aufgefordert, ihre jüngsten Kontakte mündlich oder schriftlich offenzulegen. Über die App könnte das in Zukunft schneller und bequemer gehen. Nach einem positiven Labortest können Nutzer ihre Tagebuch-Einträge aus der App einfach in eine Liste exportieren und diese an das Gesundheitsamt schicken.

Wieso die Tagebuch-Funktion sinnvoll ist

Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert haben, sind schon mehrere Tage vor Erkrankungs-Beginn ansteckend. Das heißt, auch wer keine Symptome zeigt, kann das Virus weitergeben. Die Gesundheitsämter versuchen, Infektionsketten zu durchbrechen, indem sie nach einem positiven Corona-Test gefährdete Personen informieren. Häufig können sich Betroffene allerdings nicht mehr genau an relevante Begegnungen der vergangenen Wochen erinnern.

Virologe Christian Drosten empfiehlt, dass du dir insbesondere Situationen merkst oder im Kontakt-Tagebuch notierst, die als möglicher Ansteckungsort in Frage kommen. Längere Aufenthalte in geschlossenen Räumen oder an belebten Orten gelten als besonders riskant. Auch wenn Masken entweder gar nicht oder falsch getragen werden, erhöht das ein Infektionsrisiko.

So werden die Risiko-Begegnungen bewertet

  • 👨‍💻

    Den Entwicklern zufolge können Begegnungen ab Version 1.9 genauer berechnet werden. So können mehrere kurzzeitige Begegnungen mit niedrigem Risiko (grün) zu einem erhöhten Risiko (rot) führen.

  • Für die Risiko-Bewertung ist nicht wie noch zum Launch der App eine einzige Begegnung ausschlaggebend , sondern die Summe der Risiko-Minuten pro Tag.

  • Das betreffe, je nach Infektiösität, vor allem Begegnungen, die in der Summe 15 bis 30 Minuten gedauert haben, erklärt Hanna Heine vom Softwarekonzern SAP, der zusammen mit der Deutschen Telekom die App entwickelt hat.

  • 📆

    Bei Begegnungen mit erhöhtem Risiko (rot) wird dir das Datum angezeigt, an dem der letzte Kontakt stattfand.

Wie kommt dein Test-Ergebnis in die App?

Im Idealfall bekommst du beim Abstrich einen QR-Code, den du in der App abscannen kannst. Das Labor, das deinen Abstrich untersucht, kann das Ergebnis digital an die auf deinem Gerät installierte App übermitteln.

Aber nicht alle Labore verfügen über die dafür notwendige Technik. In dem Fall musst du dich telefonisch über eine Hotline verifizieren, um eine Tan zu erhalten. Bei einem positiven Test-Ergebnis gibst du die in der App ein, damit andere Nutzer gewarnt werden können.

Das funktioniert natürlich nur, wenn positiv getestete Nutzer ihr Ergebnis auch wirklich in der App eintragen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts machen das aktuell 61 Prozent.

Wie ermittelt die App das Ansteckungs-Risiko?

  • 📲

    Die App berechnet, was für einen Abstand die Smartphones mutmaßlich zueinander hatten und wie lange der Kontakt war.

  • Es werden nur Begegnungen, die mindestens 10 Minuten gedauert haben, berücksichtigt.

  • 📏

    Betrug die Entfernung dabei 1,5 Meter oder weniger, wird die entsprechende Dauer des Kontaktes komplett berücksichtigt.

  • 📏

    Lag der Abstand aber zwischen 1,5 Meter und 3 Meter, wird er nur zu 50 Prozent berücksichtigt.

  • Weiterer Faktor: das Übertragungs-Risiko. Es hängt davon ab, welche Zeit zwischen Begegnung und Positiv-Meldung des Kontaktes lag.

  • 🔴

    Die ermittelten Begegnungs-Zeiten werden addiert. Wenn dabei insgesamt über den Tag die gewichteten Risiko-Begegnungen zusammen 15 Minuten oder mehr betragen, wird eine rote Warnmeldung, also ein "erhöhtes Risiko" angezeigt.

  • Solltest du eine grüne Meldung haben, ist das nur ein Richtwert: Fand die Begegnung in einem nicht belüfteten Raum ohne Masken statt, kann das Risiko höher sein als in der App angegeben.

Wichtige Fragen zur Corona-Warn-App

  • ⁉️

    Wer hat die Corona-Warn-App entwickelt?

    Die App ist ein Projekt im Auftrag der Bundesregierung. Entwickelt wurde sie von der Deutschen Telekom und dem Software-Unternehmen SAP. Dabei wurden sie von der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Helmholtz-Zentrum CISPA beraten und unterstützt. Die Entwicklungskosten betragen rund 20 Millionen Euro.

  • ⁉️

    Welche Rolle spielt das Robert Koch-Institut bei der Corona-Warn-App?

    Das Robert Koch-Institut nimmt eine Doppelrolle ein. Es ist der Anbieter der App und damit auch der datenschutzrechtliche Verantwortliche für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten der App-Nutzer.

  • ⁉️

    Welche meiner Daten werden abgefragt?

    Die App erfasst keine Daten, die Rückschlüsse auf deine Identität, Standort, Adresse, Alter oder deinen Gesundheitsstatus ermöglichen. Dein Nutzungsverhalten kann die App nicht erfassen, weil sie keine Tracking-Tools anwendet.

  • ⁉️

    Wie werden die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet?

    Um allen notwendigen Anforderungen gerecht zu werden, wurden bei der Entwicklung das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit eingebunden.

  • ⁉️

    Mit welchen Warn-Apps aus europäischen Ländern tauscht die Corona-Warn-App Daten aus?

    Mit nationalen Warn-Apps, die auf dem dezentralen Ansatz basieren. Aktuell sind das neben Deutschland auch die Apps der Länder: Belgien, Dänemark, Finnland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Zypern.

  • ⁉️

    Wie viele Menschen müssen die App nutzen, damit sie erfolgreich ist?

    So viele wie möglich. Je mehr Menschen die App nutzen, umso besser lässt sich der Schutz vor einer erneuten starken Ausbreitung des Corona-Virus garantieren. Wissenschaftler der Oxford Universität erhoffen sich, dass 60 Prozent der Bevölkerung die Corona-Warn-App nutzen wird. In Deutschland wären das also rund 50 Millionen Menschen.

  • ⁉️

    Wie zuverlässig warnt die App?

    Über den Funkstandards BLE wird der Abstand zwischen Smartphones eher geschätzt als gemessen. Je nach Smartphone-Modell unterscheidet sich die Signalstärke. Auch Wände und andere Hindernisse können das Signal beeinflussen. Es kann also sein, dass die App Nutzer warnt, obwohl sie gar nicht in kritischer Nähe zu einem Infizierten waren. Informatik-Professor Stefan Brunthaler von der Bundeswehr-Universität München glaubt, dass "man im Ernstfall besser zu viele Personen von einem potenziellen Infekt benachrichtigen sollte als zu wenige".

  • ⁉️

    Funktioniert das Tracing auch zwischen Android-Handys und iPhones?

    Ja, denn Google und Apple stellen Bluetooth-Schnittstellen zur Verfügung.

  • ⁉️

    Kann ich die Corona-Warn-App wieder löschen?

    Du kannst die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

Was meinst du?

Diese Methoden kommen in anderen Ländern zum Einsatz

Andere Länder setzen bereits auf das Smartphone als Mittel gegen das Corona-Virus - die Vorgehensweisen sind aber sehr unterschiedlich. So gehen andere Länder vor:

  • 🇦🇺

    Australien war mit der App "CovidSafe", die wie die Corona-Warn-App, auf der Bluetooth-Technologie basiert, Vorreiter. Sechs Millionen Australier haben die App heruntergeladen - ein Drittel aller Smartphone-Besitzer. Allerdings gibt es Probleme: Apple- und Android-Smartphones haben Schwierigkeiten bei der Verständigung und auch die Bluetooth-Technik ist nicht immer präzise genug.

  • 🇸🇬

    Die App namens "TraceTogether" kommt in Singapur schon seit mehreren Wochen zum Einsatz. Sie ist sehr ähnlich zum deutschen Konzept, mit einer Ausnahme: Sie will auch die Mobilnummer wissen und wäre nicht mit den Datenschutz-Gesetzen in Deutschland vereinbar.

  • 🇨🇳

    Im Kampf gegen das Coronavirus setzt China auf Health-Code-Apps. Inzwischen hat fast jede Stadt und jede Provinz ihre eigene App. Ein grüner Code bedeutet, dass man Zutritt zu Bussen, Städten und anderen öffentlichen Einrichtungen hat. Gelb und Rot heißen, dass man sich in Quarantäne begeben muss. Welche Daten die Apps genau speichern, ist unklar. Bei der Installation muss man Angaben zum Gesundheitszustand machen und darüber, wo man in den letzten 14 Tagen war. Auch diese Methode wäre in Deutschland in Hinblick auf Datenschutz undenkbar.

  • 🇮🇳

    In Indien kommt die App "Aarogya Setu" zum Einsatz - die Nutzung ist freiwillig. Die App registriert nicht nur die Nähe zu anderen Smartphones via Bluetooth, sondern erstellt über GPS auch ein Bewegungsprofil der Nutzer, das auf dem Smartphone gespeichert wird. Sobald Nutzer Corona-positiv sind, geben sie das Profil an die Behörden weiter. Die wiederum warnen alle, die in ihrer Nähe waren.

  • 🇰🇷

    Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nimmt die Bevölkerung in Südkorea erhebliche Eingriffe in die Privatsphäre hin. Bei der Suche nach einem möglichen Kontakt mit Infizierten greift Südkorea auf GPS-, Kreditkarten-, und sogar Bilddaten von Überwachungskameras zurück. Das Umfeld von Infizierten wird dann über deren Geschlecht, Alter und Wohnviertel informiert. Anonymität? Fehlanzeige.

  • 🇮🇱

    In Israel übernimmt sogar der Geheimdienst "Schin Bet" die Überwachung der Bürger. Bei einem positiven Corona-Test geht er einer Reihe von Fragen nach: Mit wem war die Person in den letzten zwei Wochen in Kontakt? Wo war sie unterwegs? Welches Wlan-Netz hat sich in der Nähe befunden? Da bleibt so gut wie nichts mehr privat. Selbst E-Mails und Inhalte auf Social-Media kann der Geheimdienst sehen. Zudem gibt es eine App namens HaMagen. Die Nutzung ist zwar freiwillig, aber GPS-Daten werden erfasst - sie kann also Bewegungsprofile erstellen.

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Smarthones / Apps
Veröffentlicht: 05.04.2021 / Autor: Viviane Osswald