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Die Ebola-Gefahr in Afrika ist nicht vorbei. Wie sieht es in Deutschland aus?

2014-15 starben mehr als 11.000 Menschen in West-Afrika an Ebola. Groß war die Angst, dass das Virus nach Europa gelangt. Wir klären, was bei Ebola passiert - und ob es auch hier bei uns zur Gefahr werden kann.
Ebola in Westafrika

Das Wichtigste zum Thema Ebola

  • Typisch für Ebola sind Durchfall, Erbrechen, hohes Fieber sowie innere und äußere Blutungen. Mediziner sprechen von hämorrhagischem Fieber.

  • Verursacht wird die Krankheit durch Ebola-Viren. Sie zählen zu den gefährlichsten Erregern der Welt.

  • Sehr hohe Ansteckungsgefahr besteht bei direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten und -ausscheidungen von Patienten und Verstorbenen.

  • Bis heute zirkuliert das Virus. Außerhalb Afrikas wurde das Virus bislang nicht entdeckt.

  • Das Risiko, Ebola könnte durch Reisende nach Deutschland gelangen, stuft das Robert Koch-Institut als sehr gering ein. Bei uns würde sich das Virus wohl kaum verbreiten, glauben Experten. Der Grund: unser gutes Gesundheits-System.

Immer noch eine Gefahr?

Was wurde eigentlich aus Ebola?

Immer noch eine Gefahr?

Aktuell fürchten wir uns vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus. 2014 und 2015 sorgte ein anderer Virus für Panik: Der hochansteckende Ebola-Erreger brachte viel Leid und Tod mit sich und ist bis heute nicht ausgerottet ... Doch was wurde aus Ebola?

Die Symptome von Ebola

Zu Beginn verursacht Ebola Fieber, Unwohlsein, Müdigkeit, Gliederschmerzen ähnlich wie bei einem grippalen Infekt. Nach einigen Tagen sind Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall häufig. Innere und äußere Blutungen, Delirium und Atemnot sind später ebenfalls möglich.

Abhängig von der Virus-Art - es gibt 5 verschiedene - und der medizinischen Versorgung sterben 30 bis 90 Prozent der Erkrankten.

Es gibt keine speziellen Medikamente gegen Ebola. Studien lassen aber hoffen: 2 Antikörper-Präparate sind offenbar bei früher Behandlung sehr wirksam.

So kann man sich mit Ebola anstecken

  • 💦

    Übertragen wird das Ebola-Virus von Mensch zu Mensch durch direkten Körperkontakt und durch die Berührung von Körperflüssigkeiten wie Blut, Schweiß, Speichel und Exkrementen. Dies gilt auch für Verstorbene.

  • 🤒

    Infizierte Menschen können andere anstecken, sobald sie Symptome zeigen. Die Inkubationszeit dauert zwischen 2 und 21 Tagen.

  • Eine Übertragung über kontaminierte Gegenstände ist ebenfalls für eine gewisse Zeit möglich. Über die Luft wird das Virus aber nicht übertragen.

  • 🥩

    Durch den Kontakt mit infizierten Tieren oder infektiösen Tier-Produkten kann man sich ebenfalls anstecken.

  • 🦇

    Experten vermuten, dass (Flughunde oder Fledermäuse das Reservoir für Ebola-Viren) https://www.galileo.tv/gesundheit/was-sind-zoonosen-und-was-haben-dichter-dschungel-und-fledermaeuse-damit-zu-tun/ sind. Noch ist dies nicht sicher geklärt.

So wirken Viren im Körper

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Einmal da, immer da?

1976 trat Ebola erstmals im Sudan und im Kongo auf - in Nähe des Flusses Ebola, daher auch der Name.

2014/2015 kam es zum bisher größten Ausbruch mit 28.000 Fällen und 11.000 Toten. Vor allem Guinea, Liberia und Sierra Leone waren betroffen. Nach dem Höhepunkt des Ausbruchs im Herbst 2014 ist die Zahl der Neuinfektionen im Laufe des Jahres 2015 stetig gefallen.

Dennoch zirkuliert das Virus auch heute noch in Afrika. 2018 forderte Ebola im Kongo beispielsweise über 2.200 Menschenleben - rund zwei Drittel der bekannten Erkrankten.

Ebola Kongo


Mai 2018, Kongo: Mitglieder des Roten Kreuzes bekommen spezielle Schutzkleidung für ihren Einsatz gegen Ebola.
© IFRCAP-Photo

Impfung gegen Ebola

  • Seit November 2019 existiert ein zugelassener Impfstoff in der EU.

  • Getestet wurde der bereits gegen Ende des Ebola-Ausbruchs 2014/2015 in Westafrika und wird seit 2018 im Kongo eingesetzt.

  • In den betroffenen Regionen werden meist medizinisches Personal und Einsatzkräfte geimpft.

  • Da eine Impfung auch noch kurz nach Kontakt mit dem Virus vor einem Ausbruch der Krankheit schützt, wird sie auch Kontaktpersonen im Ausbruchsgebiet angeboten.

So funktioniert eine Impfung

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Veröffentlicht: 02.06.2020 / Autor: Larissa Melville