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Frage des Tages: Wie gut ist Wasser aus der Leitung?

Du willst kein Wasser kaufen und schleppen und setzt stattdessen auf Wasser aus dem Hahn? Wie gesund das ist - und worauf du gerade bei alten Leitungen achten solltest.

Darum geht’s genau

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    Grundsätzlich gilt: Die Wasserqualität in Deutschland ist sehr gut. Untersuchungen zeigen, dass 99,9 Prozent der Proben die Grenzwerte einhalten. Leitungswasser wird bei uns streng kontrolliert, strenger als Flaschenwasser.

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    Plus: Wasser aus der Leitung schont deinen Geldbeutel, denn ein Liter Leitungswasser kostet nur 0,2 Cent.

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    Aber: Das Trinkwasser in älteren Häusern mit Wasserrohren aus Blei kann erhöhte Bleigehalte aufweisen und die Gesundheit gefährden - gerade bei Kindern. Häuser, die nach 1973 gebaut wurden, sind davon aber eigentlich nicht betroffen.

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    Bleibt das Wasser lange in den Rohren stehen, kann es sich bei älteren Leitungen sogar braun verfärben. Die Ursache dafür: Rost. Ob du es trotzdem ohne Bedenken trinken kannst, erfährst du im Interview.

Das sagt Dr. Alexander Eckhardt, Fachtoxikologe am Umweltbundesamt

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    Braunes Wasser ist in den meisten Fällen auf alte Trinkwasserleitungen aus verzinktem Stahl zurückzuführen. Dies ist zwar als hygienisch unbedenklich, stellt aber einen technischen Mangel dar. Solche alten Trinkwasserleitungen sollten ausgetauscht werden.

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    Eine direkte gesundheitliche Gefährdung ist durch braunes Wasser nicht zu erwarten, man sollte es aber trotzdem ablaufen lassen. Außerdem kann das Wasser Kaffeemaschinen oder Wasserkocher beschädigen.

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    Grundsätzlich sollte man Trinkwasser immer so lange ablaufen lassen, bis es kühl aus dem Hahn kommt. Auch vorhandene Fremdstoffe aus der Hausinstallation werden so ausgespült.

Das solltest du dir merken

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    Wer sich Sorgen um die Wasserqualität hat, kann eine Wasserprobe beim städtischen Wasserversorger abgeben. Für Haushalte mit Babys und Kleinkindern ist das meist kostenlos.

Veröffentlicht: 21.01.2020 / Autor: Melanie Khoshmashrab

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