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Frau trinkt Trinkwasser aus der Leitung

Trinkwasser - Der Schatz aus der Leitung

Wir pumpen es aus dem Boden, zapfen es aus Quellen und Seen: Trinkwasser. Hier erfährst du, wie gesund es ist und wie es den Weg in deinen Wasserhahn findet. Im Clip: So viel Wasser solltest du täglich trinken.
Trinkwasser - Der Schatz aus der Leitung
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Das Wichtigste zum Thema Trinkwasser

  • Jeder Deutsche verbraucht im Schnitt 125 Liter Trinkwasser pro Tag. Das meiste davon, 36 Prozent, fließt für Duschen und Baden in den Abfluss und immerhin 27 Prozent spülen wir die Toilette hinunter.

  • 43 Prozent der Deutschen trinken mehrmals täglich und 24 Prozent immerhin einmal oder fast einmal am Tag Leitungswasser. Grundsätzlich ist es überall in Deutschland trinkbar. Gewonnen wird es meistens aus dem Grundwasser oder See- und Talsperren.

  • Willst du wissen, wie das Wasser aufbereitet wird, damit es auch gesund bleibt, wo du doch lieber vorsichtig beim Schluck aus dem Hahn sein solltest und was es mit der Wasserhärte auf sich hat? Dann lies unten weiter.

Wo kommt unser Trinkwasser her?

Das meiste Trinkwasser, etwa 60 Prozent, gewinnt Deutschland aus dem Grundwasser. Wie das funktioniert zeigt dir die Grafik unten.

See- und Talsperren liefern rund 12 Prozent unseres Trinkwassers. Kleinere Mengen stammen aus Quellen, Flüssen und aus Brunnen-Wasser, das in der Nähe von Flüssen oder Seen gewonnen wird.

Damit Gegenden, in denen Wasser gewonnen wird, nicht verschmutz werden, gibt es bundesweit fast 19.000 Wasserschutzgebiete. Die nehmen circa 18 Prozent der Fläche Deutschlands ein. Je nach Schutzzone können hier Bauen, Landwirtschaft, Düngen, Tourismus oder sogar das bloße Betreten eingeschränkt oder verboten sein.

Rund 5.850 Wasserversorger, bereiten das Wasser auf und vermarkten es. Über ein rund 540.000 Kilometer langen Leitungsnetz kommt es dann aus dem Hahn.

Quelle: Statistisches Bundesamt, VKU

So gewinnen wir Wasser

Trinkwasser Gewinnung
Trinkwasser Gewinnung
Trinkwasser Gewinnung
Trinkwasser Gewinnung

Ist Leitungswasser gesund?

Grundsätzlich ist Leitungswasser in Deutschland trinkbar und gesund. Allerdings gilt es, Sonderfälle zu beachten. Der Blei-Gehalt kann etwa durch alte Leitungen erhöht sein. Das kann bei Gebäuden vor dem Baujahr 1973 vorkommen.

Auch gibt es immer wieder die Nachricht, dass Pestizide oder Medikamente das Wasser belasten. Die Wasserwerke sorgen jedoch dafür, dass die entsprechenden Grenzwerte eingehalten werden. Sollte der Wert, beispielsweise durch einen Unfall, überschritten sein, wird die Bevölkerung gewarnt.

Auch Legionellen können das Trinkwasser verunreinigen. Deshalb müssen Vermieter Mehrfamilienhäuser mit einem Warmwasserspeicher, der über 400 Liter fasst, regelmäßig untersuchen. Das Warmwasser sollte immer über 60 Grad erhitzt sein.

Die Verbraucherzentrale rät von eigenen Wasserfiltern zuhause ab - aus hygienischen Gründen. Bei falschem Gebrauch werden sie schnell zur Keimschleuder. Ausnahme sind die gesetzlich vorgeschrieben Partikel-Filter am Hausanschluss, die zum Beispiel Rost-Partikel aufhält.

Was die Wasserhärte betrifft, empfiehlt die Verbraucherzentrale Wasserkocher oder Kaffeemaschinen regelmäßig mit natürlichen Mitteln wie Zitrone oder Essig zu entkalken, als Wasser zu filtern. Hartes Wasser enthält mehr Magnesium und Calcium als weiches. Das ist aber für den Körper nicht schädlich. Auch nicht für die Waschmaschine. Im Waschmittel stecken Enthärter und du kannst auch separate Entkalker benutzen. Wie hart das Wasser in deiner Gegend ist, erfährst du bei deinem Versorgungsunternehmen.

Grundsätzlich gilt, das Wasser immer so lange aus dem Hahn laufen zu lassen, bis es kühl ist, dann ist es auch frisch. Willst du wissen, wie gesundes Leitungswasser entsteht? In der Liste unten erklären wir einige Methoden der Aufbereitung.

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Trinkwasser - so wird es aufbereitet

  • 💧

    Filtration: Das Wasser mit Hilfe von Filtern physikalisch gereinigt. Das kann auch durch Siebe, Rechen oder Membranen geschehen. Diese mechanische Methode alleine reicht oft nicht. Meist wird sie mit anderen chemischen oder biologischen Prozessen kombiniert.

  • 🚰

    Sedimentation: Verunreinigungen im Wasser sollen sich auf dem Boden absetzen. Das passiert in speziellen Becken. Zentrifugen können den Prozess beschleunigen. Manche Stoffe können auch an die Oberfläche treiben, das heißt dann Flotation.

  • 💧

    Flockung: Flockungsmittel sorgen dafür, dass die Stoffe sich zu Flocken verklumpen. Diese können dann durch die oben genannten Verfahren leichter abgesondert werden. Die Mittel werden unter Rühren beigefügt und beschleunigen auch das Entwässern des Schlamms.

  • 🚰

    Gasaustausch: Um dem Wasser zum Beispiel Sauer- oder Kohlenstoff zu entziehen, werden die Temperatur und der Druck so geändert, dass die Gase verdampfen. Es gibt aber auch die Variante, bei der chemische Mittel die Gase binden.

  • 💧

    Fällungsverfahren: Auch dies ist ein chemisches Verfahren. Spezielle Mittel werden zugefügt und helfen, zum Beispiel Eisen oder Mangan zu entfernen.

  • 🚰

    Ionenaustausch: Er enthärtet oder entsalzt zum Beispiel das Wasser. Ein Ion ist ein elektrisch geladenes Atom oder Molekül. Spezielle geladene Kunststoffkugeln bewirken, dass sich Ionen im Wasser ablagern. So können sie aus dem Wasser entfernt werden.

Quelle: Weka

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Hierfür brauchen die Deutschen ihr Trinkwasser

Wasserverbrauch der Deutschen
Veröffentlicht: 29.11.2020 / Autor: Sven Hasselberg