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Aphrodite oder Adonis: Entsprichst du dem Schönheitsideal der alten Griechen?

Haare, Gesicht, Figur - die Griechen legten Wert auf ihr Äußeres. Welche Merkmale einem in der Antike zum Schönheitsideal machten, erfährst du hier.

Das Wichtigste zum Thema Schönheitsideal der alten Griechen

  • Ist dein 2. Zeh länger als der große Zeh? Dann Glückwunsch! Die alten Griechen hätten dich als besonders schön bezeichnet. Denn der verlängerte 2. Zeh galt in der Antike als Schönheitsideal. Bei den Ägyptern war es hingegen ein ausgeprägter großer Zeh.

  • Die besondere Zehenkonstellation wird als Morton's Zeh bezeichnet, benannt nach dem Orthopäden Dudley Joy Morton, der sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erstmals beschrieb.

  • Dass die Griechen solche Füße toll fanden, kannst du noch heute im Museum mit griechischen Statuen erkennen. Auch die Freiheitsstatue in New York hat in ihren Sandalen einen längeren 2. Zeh.

5 weitere Schönheitsideale der Antike

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    Der Körper sollte harmonisch und wohlproportioniert sein, egal ob schlank oder kräftig. Das galt für Männer und Frauen gleichermaßen.

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    Von wegen braungebrannt: In der Antike galt helle Haut bei Frauen als schön. Sie sollte laut Homer "weißer als Elfenbein" sein. Anders bei den Männern: Gebräunte Haut war für sie ein Zeichen, dass sie auf der Jagd und im Krieg viel draußen waren.

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    Gepflegte Haut gehörte in der Antike bei Männern und Frauen zum Schönheitsideal. Damals verwendeten sie natürliche Öle und Salben zur Körperpflege.

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    Wer sich griechische Skulpturen ansieht, weiß: Männer mussten muskulös und durchtrainiert sein, ähnlich wie der Liebesgott Adonis. Vorbild für die Frauen war Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit, mit ihrer schlanken Statur, die leichte Rundungen besaß.

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    Schon früher wollten die Menschen ihre Körperbehaarung loswerden, Frauen wie Männer. Unglaublich, aber schon damals wurde rasiert, gezupft und mit Bienenwachs entfernt. Tausende Jahre später hat sich daran wohl nichts geändert.

Wie kommt es, dass der 2. Zeh länger als der große Zeh ist?

  • Was die Griechen der Antike an anderen Menschen als besonders schön erachteten, ist eine Umbildung des Mittelfußknochens. Das heißt, nicht der zweite Zehenknochen ist länger, sondern der Mittelfußknochen, der die Zehen entsprechend nach oben verschiebt. Genauso kann es sein, dass der Mittelfußknochen des großen Zehs verkürzt ist und der große Zeh dadurch kürzer erscheint als sein direkter Nachbar.
  • Warum das so ist? Vermutlich ist die lange Zehe ein Überbleibsel aus früheren Zeiten, als die Primaten noch Greifzehen hatten und nicht aufrecht auf den Füßen gingen. Ein gesundheitliches Problem stellt der Morton's Zeh jedenfalls nicht dar. Nur beim Schuhkauf könnte der Zeh in manchen Modellen drücken.
Veröffentlicht: 16.11.2019 / Autor: Galileo