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Broiler, Trabi, West-Pakete: So war der DDR-Alltag wirklich

Am 3. Oktober 1990 war die DDR Geschichte - und mit ihr auch eine ganz besonderer Lebensstil. Wir zeigen, wie das Ost-Leben wirklich war.

Das Wichtigste zum Thema Leben in der DDR

  • Nur durch Beziehungen kamen DDR-Bürger an "Bückware": Seltene Produkte, die Verkäufer nur bei auserwählter Kundschaft unter der Theke hervorzauberten. Auswahl und Menge an Lebensmitteln und Konsumgütern waren in der DDR begrenzt.

  • Lust auf ein Omelette? Rationierte Waren wie Eier und Milch konnten bis 1958 nur mit Lebensmittelmarken abgeholt werden.

  • Über 25 Millionen West-Päckchen nahmen DDR-Bürger in Empfang. Mehr als 12.000 Tonnen Röstkaffee fanden so ihren Weg in ostdeutsche Haushalte.

  • Auf dem Schwarzmarkt wurden seltene Produkte gehandelt. Eine Zigarette kostete bis zu 5 Ost-Mark. Oder man half sich mit Tauschgeschäften.

  • Die DDR wurde am 7. Oktober 1949 gegründet. 1952 errichtete die Regierung die innerdeutsche Grenze und 1961 die Berliner Mauer.

Der Alltag in der DDR

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    Auf Wunsch der Regierung sollte Arbeit eine wichtige Rolle im Leben der DDR-Bürger spielen. 1957 betrug die Arbeitszeit 45 Stunden pro Woche. Erst ab 1967 wurde die 5-Tage-Woche eingeführt.

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    In der DDR herrschte Wohnungsmangel. Plattenbau-Siedlungen schossen wie Pilze aus dem Boden. Für einen 4-Personenhaushalt waren in der Regel 60 Quadratmeter Wohnraum angedacht.

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    Auf den Straßen fuhren hauptsächlich Autos der Marken Wartburg und Trabant. Wer Besitzer eines "Trabis" werden wollte, brauchte Geduld. Nach der Bestellung betrug die Wartezeit oft 10 bis 17 Jahre.

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    DDR-Bürger durften nur ins sozialistische Ausland reisen. Im eigenen Land war die Ostsee begehrt. Die Freikörperkultur boomte. Beliebt war Zelten auf einem der 500 Campingplätze.

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    Ein kulinarisches Highlight war für viele DDR-Bürger der Broiler: ein knuspriges Brathühnchen. Er ist im Vergleich zum normalen Hähnchen größer und fleischhaltiger. Die ersten Broiler-Gaststätten eröffneten 1967 in Berlin.

  • 📖

    In ihrer Freizeit durften DDR-Bürger ab 1955 Comics lesen. Um sich vom Westen abzugrenzen, hießen die Lektüren Bildgeschichten. "Mosaik" ist bis heute der langlebigste und auflagenstärkste deutsche Comic.

Best-of DDR-Witze

Hurra, hurra, die Post ist da!

Exotisches Obst oder Gemüse, hochwertiger Kaffee oder feine Bettwäsche: Vieles war Mangelware in der DDR - im Gegensatz zur BRD. Umso größer war die Freude, wenn Freunde oder Familienmitglieder ein Päckchen mit exquisiten Waren über die Grenze  schickten.

 

Beliebte Schmuggelware aus dem Westen:

  • 📼

    Tonträger

  • 📰

    Zeitschriften

  • 💊

    Medikamente

  • 💸

    D-Mark

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Was wurde aus diesen DDR-Produkten?

Veröffentlicht: 09.11.2019 / Autor: Carolin Teuber

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