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Mormonen

Mormonen: Ihr Glaube, ihre Regeln und mehr

Mormonen sind immer mal wieder in Deutschland unterwegs, um Menschen zu missionieren. Aber woran glauben Mormonen eigentlich und welche Regeln hat die Glaubens-Gemeinschaft? Wir haben die wichtigsten Infos für dich.
Mormonen: Ihr Glaube, ihre Regeln und mehr
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Mormonen: Das Wichtigste in Kürze

  • Weltweit gibt es rund 16 Millionen Mormonen und Mormoninnen. Die meisten von ihnen, nämlich fast die Hälfte, leben in den USA. In Deutschland leben 40.000 Mormon:innen. Die Kirche wächst - auch weil das Missionieren, also Menschen vom eigenen Glauben zu überzeugen, für sie eine große Bedeutung hat.

  • Die Anhänger:innen selbst bezeichnen sich übrigens nicht als Mormonen oder Mormoninnen. Sie nennen ihre religiöse Glaubensgemeinschaft: Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage.

  • Mormon:innen werden sie oft genannt, weil für sie – neben der Bibel - das Buch Mormon eine sehr große Bedeutung hat. Das Buch über den Propheten Mormon soll Joseph Smith verfasst haben. Die anderen christlichen Glaubensrichtungen erkennen das Buch Mormon nicht als Heilige Schrift an.

  • Joseph Smith hat die Kirche der Mormonen 1830 im US-Bundesstaat New York gegründet. Die Zentrale der Kirche befindet sich heute in Salt Lake City in Utah.

Joseph Smith: Die Entstehung des Mormonentums

Der US-Amerikaner Joseph Smith (1805 - 1844) wuchs mit zehn Geschwistern auf. Die Bauernfamilie hatte kein Geld für eine umfassende Schulbildung. Die Kinder erhielten vor allem Bibel-Unterricht zuhause. Im Alter von 14 Jahren, als er zum Beten in den Wald ging, sollen ihm Gott und Jesus erschienen sein. Diese trugen ihm angeblich auf, die Religion wieder zu ihrem ursprünglichen Ziel der Heiligen Schrift zurückführen. Als er 17 Jahre alt war, erschien ihm der Engel Moroni und beauftragte ihn mit der Übersetzung des Buches Mormon, das auf Goldplatten geschrieben war. Er veröffentlichte das Buch Mormon im Jahr 1830 und gründete im selben Jahr die erste mormonische Glaubensgemeinschaft.

Die Menschen reagierten unterschiedlich auf Joseph Smith und seinen Glauben: Einerseits wuchs seine Gemeinschaft rasch, andererseits wurden sie von Kritikern verfolgt und angefeindet. Joseph Smith und sein älterer Bruder wurden schließlich wegen angeblichen Hochverrats und Unruhe-Stiftung festgenommen. Im Gefängnis wurden die beiden von ihren Mitgefangenen ermordet. Der Nachfolger von Joseph Smith war Brigham Young. Er gründete mit der Glaubensgemeinschaft die Stadt Salt Lake City in Utah. Sie ist auch heute noch das religiöse Zentrum der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage.

Auf einer Zeichnung predigt Joseph Smith vor amerikanischen Ureinwohnern


Joseph Smith gilt als Gründer der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage.
© Imago Images / KHARBINE-TAPABOR

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (LDS)

  • ☝️

    Die mormonische Glaubensgemeinschaft ist im Englischen bekannt als Latter-day Saints. Dafür steht die Abkürzung LDS, im Deutschen als HLT abgekürzt (Heilige der letzten Tage). Die Gläubigen wollen aber nicht mehr mit diesen Abkürzungen bezeichnet werden.

  • 🌟

    Mormon:innen glauben, dass Gott und Jesus selbst einmal Menschen aus Fleisch und Blut waren. Durch ein regeltreues und spirituelles Leben haben sie es geschafft, göttlich zu werden. Daraus folgt für die Mormonen: Jeder kann zu einem höheren göttlichen Wesen werden, solange man ein regelkonformes Leben führt.

  • 🧑‍⚖️

    Eine zentrale Rolle spielt hier das Jüngste Gericht, daher auch der Name "Heiligen der letzten Tage". So werden Gläubige nach dem Tod vor dem Jüngsten Gericht beurteilt und erreichen damit unterschiedliche Grade an Herrlichkeit.

  • 🌳

    Die Anhänger:innen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage werden mit acht Jahren getauft. Damit hängt auch ihre ihre umfangreiche Ahnenforschung zusammen. Denn es sollen auch alle toten Ahnen getauft werden. Stellvertretend wird ihr Nachfahre für sie getauft.

  • ⁉️

    Das Ritual des "Endowment" ist das wichtigste für die Mormon:innen. Übersetzt bedeutet es Gabe. Um die Gabe zu empfangen, muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Das Ritual findet im Tempel statt. Gläubige empfangen dabei göttliche Zeichen und mehr Erkenntnis über die Absichten und Lehren Gottes. Darüber sprechen dürfen sie danach allerdings nicht.

  • 👫

    Mormon:innen glauben an das ewige Leben. Ihre Familie ist das wichtigste für sie. Sie glauben daran, dass sie mit ihrer Familie ewig zusammenleben. Oft haben sie viele Kinder.

  • 👨‍👩‍👧‍👦

    Mormonen und Mormoninnen leben meist ein "klassisches" Familienleben. Der Vater arbeitet und die Mutter versorgt zuhause die Kinder.

  • 📚

    Für die Anhänger:innen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist der Sonntag ein wichtiger Tag. Die Kinder bekommen im Gemeindehaus Unterricht und es findet ein gemeinsamer Gottesdienst statt.

  • 🐝

    Für Mormonen und Mormoninnen hat das Ehrenamt eine große Bedeutung. Sie engagieren sich und arbeiten für die Kirche. Das zeigt auch eines ihrer Symbole: der Bienenstock. Der steht für den Fleiß der Mormonen.

Das Buch Mormon: Daran glauben Mormonen

Das Buch Mormon hat für die Anhänger:innen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einen noch höheren Stellenwert als die Bibel. Joseph Smith soll im Alter von 17 Jahren vom Engel Moroni den Auftrag erhalten haben, das Buch zu übersetzen. Es soll vom Propheten Mormon auf Goldplatten geschrieben worden sein. Diese Goldplatten soll er mithilfe von zwei besonderen Seher-Steinen ins Englische übersetzt und zum Buch Mormon gemacht haben. Danach soll der Engel Moroni, der Sohn des Propheten Mormon, die Goldplatten wieder mitgenommen haben. Das Buch wurde 1830 in New York veröffentlicht, dieses Jahr gilt als Gründungsjahr der Kirche.

Das Buch Mormon erzählt aus der Zeit von 600 vor bis 400 nach Christus. Es ist, ähnlich wie die Bibel, in einzelne Bücher unterteilt, zum Beispiel in das Buch Nephi und das Buch Jakob. Es erzählt unter anderem vom Propheten Lehi, der von Jerusalem nach Amerika auswandert. Das Buch Mormon wurde in 110 Sprachen übersetzt und ergänzt aus Sicht der Mormonen die Bibel. Es enthält aus ihrer Sicht neue Offenbarungen von Gott. Andere Christ:innen erkennen das Buch Mormon allerdings nicht als Heilige Schrift an.

Zu Besuch bei einer Mormonen-Familie

Zu Besuch bei einer Mormonen-Familie

Kein Alkohol, keine Zigaretten und Keuschheit bis zur Ehe. Galileo hat eine Mormonen-Familie besucht und versucht herauszufinden, warum Sie nach so strengen Regeln lebt.

Regeln und Bräuche: Daran müssen sich Mormonen halten

  • 🗣

    Im Alter von meist 18 oder 19 Jahren leben Mormonen als Missionare in einem anderen Land. Männer haben die Pflicht, zwei Jahre lang zu missionieren. Frauen dürfen missionieren, über einen Zeitraum von 18 Monaten. Sie versuchen, andere Menschen von ihrem Glauben zu überzeugen. In dieser Zeit dürfen sie nur sehr wenig Kontakt zu ihrer Familie haben.

  • 👚

    Für Missionare gelten strenge Kleider-Regeln, sie sollen sich nicht freizügig und leger kleiden. Und Missionarinnen ist es zum Beispiel erst seit kurzem erlaubt, Hosen zu tragen.

  • 👔

    Berühmt sind die Mormonen und Mormoninnen für ihre besondere Unterwäsche. Dieses weiße Tempelgewand, das Männer und Frauen nach dem Ritual des Endowment unter ihrer Kleidung tragen müssen, soll sie an ihr Bündnis mit Gott erinnern.

  • 🥂

    Anhänger:innen der Mormonen dürfen keinen Alkohol trinken, nicht rauchen und keine illegalen Drogen nehmen. Und auch Kaffee oder schwarzen Tee zu trinken, ist verboten.

  • 👰

    Sehr wichtig ist den Mormonen auch diese Regel: Kein Sex vor der Ehe. Sexualität darf es zudem nur zwischen Männern und Frauen geben.

  • 🙏

    Für Mormonen ist das Beten eine tägliche Pflicht. Sie beten zum Beispiel vor den Mahlzeiten und in den Gottesdiensten.

  • 🍽

    Jeden ersten Sonntag im Monat fasten Mormonen. Dabei essen und trinken sie nicht. Das Geld, das sie dadurch sparen, spenden sie an Arme und Bedürftige in ihrer Gemeinde.

Wichtige Symbole der Mormonen

Spitze des Tempels mit goldenem Engel
Der Engel Moroni, ein Prophet aus dem Buch Mormon, bläst in eine Posaune. Statuen...
Mormonen-Tempel in Salt Lake City
Der Salt-Lake-Tempel in Utah, USA, ist ein Symbol des Glaubens für Mormonen. Es ist...
Ein Türknauf mit Bienenstock-Symbol
Der Bienenstock steht für den Fleiß der Mormonen. Zum Beispiel auf dem Türknauf am...
Christusstatue in einem Mormonen-Tempel
Die Christus-Statue des Künstlers Bertel Thorvaldsen ist für Mormonen zum Symbol...
Der Altarraum einer italienischen Kirche
Das Kruzifix, Jesus am Kreuz, ist hingegen kein Symbol für Mormonen. Sie denken...
Spitze des Tempels mit goldenem Engel
Mormonen-Tempel in Salt Lake City
Ein Türknauf mit Bienenstock-Symbol
Christusstatue in einem Mormonen-Tempel
Der Altarraum einer italienischen Kirche

Mormonen und Polygamie: Ist die Mehr-Ehe erlaubt?

  • 👶

    Religions-Gründer Joseph Smith soll mehr als 30 Frauen gehabt haben und mit ihnen sehr viele Kinder gezeugt haben. Dazu soll ihn ein Engel aufgefordert haben.

  • 👩‍👩‍👧‍👦

    Bis 1890 lebten Männer mit mehreren Frauen. Das Ziel war, möglichst viele Nachkommen für die neue Glaubensgemeinschaft zu zeugen.

  • US-Gesetze verboten Ende des 19. Jahrhunderts die Ehe mit mehreren Frauen. Die Mormonen beendeten die Polygamie ab dem Jahr 1890 - wohl auch, weil die US-Regierung drohte, das Vermögen der Kirche einzuziehen und die Anführer der Glaubensgemeinschaft zu inhaftieren.

  • Heute gibt es Mehr-Ehen, also ein Vater, mehrere Mütter und viele Kinder, nur noch bei Splittergruppen in den USA. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage distanziert sich davon und betont, dass die Mehr-Ehe nicht mehr erlaubt ist.

  • 💭

    Dennoch hält sich hartnäckig das Gerücht, die Mormonen hätten mehrere Frauen. Mormonen und Polygamie werden häufig in Zusammenhang gebracht.

Mormonen in der Kritik: Religion oder Sekte?

Immer wieder wird diskutiert, ob das Mormonentum eine Religion oder eine Sekte ist. Ausgestiegene sprechen von Gehirnwäsche und davon, dass sie das Gefühl hatten, als Anhänger:innen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ihre Persönlichkeit nicht ausleben zu können. Das ist in vielen Sekten auch der Fall.

Es gibt außerdem sehr strenge Regeln - auch im Kontakt zur Außenwelt. Zum Beispiel dürfen Missionare und Missionarinnen nicht fernsehen oder Radio hören. Nicht-Mormon:innen und Mormon:innen ohne den sogenannten Tempelschein haben keinen Zutritt zum Tempel. Zudem dürfen Gläubige nicht darüber sprechen, was im Tempel passiert. Ausgestiegene verlieren oft den Kontakt zu Familie und Freunden - werden aber, im Gegensatz zu manchen Sekten, nicht verstoßen. Manche haben auch nach einem Austritt weiter Kontakt zu Familien-Mitgliedern oder Freunden.

Die Mormonen und Mormoninnen wollen seit einigen Jahren nicht mehr so genannt werden, sondern als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bezeichnet werden. So wollen sie verdeutlichen, dass sie eine christliche Glaubensgemeinschaft sind und keine Sekte. Vom Ökumenischen Rat werden sie allerdings nicht als christlich anerkannt.

Mormonen in Deutschland

In Deutschland leben etwa 40.000 Mormoninnen und Mormonen in rund 200 Kirchengemeinden. Jede Gemeinde besteht aus etwa 100 bis 200 Personen. Für sie gibt es zwei heilige Orte: die Tempel in Freiberg in Sachsen und in Friedrichsdorf bei Frankfurt.

Der Tempel in Friedrichsdorf wurde vor kurzem renoviert und bei dieser Gelegenheit durften Gäste ihn besichtigen. Sie sahen zum Beispiel ein Taufbecken, das zwölf Ochsen aus Marmor auf ihrem Rücken tragen. Nach ein paar Tagen wurde der Tempel neu geweiht, seitdem haben wieder nur Mitglieder mit Tempelschein Zutritt.

Mormonen-Tempel in Friedrichsdorf bei Frankfurt


Der Mormonen-Tempel in Friedrichsdorf in der Nähe von Frankfurt wurde 1987 geweiht.
© Imago Images / imagebroker

Ähnlich war das auch ein paar Jahre vorher beim Tempel im sächsischen Freiberg, dem ersten Mormonen-Tempel auf deutschem Boden: Auch er durfte nach der Renovierung besichtigt werden. Das Besondere an diesem Tempel ist, dass er bereits während der DDR-Zeit errichtet wurde. Die Kirchenführung aus den USA hatte jahrelang mit der DDR-Regierung über den Bau eines Tempels verhandelt. Nötig war der Tempel aus ihrer Sicht, weil gläubige Mormonen, die in der DDR lebten, nur sehr selten die Erlaubnis erhielten, für einen Tempelbesuch ins westliche Europa zu reisen.

Ansicht des Mormonen-Tempels in Freiberg


Der Tempel im sächsischen Freiberg wurde im Jahr 1985 geweiht. Es war der erste Mormonen-Tempel in Deutschland.
© Imago Images / Sylvio Dittrich

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Mormonen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

  • ⁉️

    Welche Regeln gibt es bei den Mormonen?

    Die Mormonen haben viele Regeln. Zum Beispiel dürfen sie keinen Sex vor der Ehe haben, sie dürfen weder Alkohol noch Kaffee oder schwarzen Tee trinken, und sie sollen nicht rauchen oder illegale Drogen konsumieren. Sie sollen täglich beten und jeden ersten Sonntag im Monat fasten sie.

  • ⁉️

    Was ist der Unterschied zwischen Christen und Mormonen?

    Die Anhänger:innen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sehen sich als eine christliche Glaubensgemeinschaft. Sie glauben an die Bibel, erweitern diese aber um weitere Heilige Schriften wie das Buch Mormon. Sie glauben, dass Jesus nach seiner Auferstehung auch in Amerika gewirkt hat und dass auch die Menschen zu göttlichen Wesen werden können. Andere Christ:innen erkennen das Buch Mormon nicht als Heilige Schrift an und sehen in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage keine christliche Konfession, sondern eine neue, eigenständige Religion.

  • ⁉️

    Wie viele Mormonen gibt es in Deutschland?

    Etwa 40.000 Mormonen leben in Deutschland in etwa 200 Kirchengemeinden. Zwei heilige Orte gibt es für die Anhänger:innen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Deutschland: die Tempel in Freiberg in Sachsen und in Friedrichsdorf bei Frankfurt.

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    Was dürfen Mormonen nicht essen?

    Mormonen dürfen weder Kaffee noch schwarzen Tee zu sich nehmen und auch keinen Alkohol, kein Nikotin und keine illegalen Drogen. Essen sollen sie ausgewogen, viele Früchte und Gemüse, Fleisch hingegen nur sparsam.

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    Können Mormonen mehrere Frauen heiraten?

    Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Tatsächlich darf heute kein Anhänger der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mehrere Frauen heiraten. Splittergruppen in den USA sollen die Mehr-Ehe noch praktizieren, so wie es sie zu Gründungszeiten der Mormonen gab. Bis ins Jahr 1890 durften Mormonen mehrere Frauen heiraten. Das sollte dazu führen, dass möglichst viele Nachkommen gezeugt werden.

Veröffentlicht: 24.08.2022 / Autorin: Kathrin Aldenhoff