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Teuer, aber tierisch gut: Was Elite-Wachhunde alles können

Elite-Wachhunde sind teuer, bis zu 30.000 Euro kostet ein dressierter Vierbeiner. Woran's liegt, erfahrt ihr im Video. Plus: Wie jeder Wachhund disziplinierter wird.
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Das Wichtigste zum Thema Elite-Wachhunde

  • Ein guter Wachhund attackiert Angreifer nur auf Kommando und trifft keine eigenen Entscheidungen. Ein richtig trainiertes Tier bringt ohne Grund niemanden in Gefahr und ist kein Risiko fürs Herrchen.

  • Dafür müssen die Hunde gut sozialisiert sein. Das heißt, der Welpe wächst mit seinen Geschwistern und der Mutter auf und hat Kontakt zum Menschen, bestenfalls Berührung mit Kindern und Babys.

  • Wie lange die Ausbildung zum Wachhund dauert, hängt von Wesen und Lerngeschwindigkeit des einzelnen Tieres ab. Die Trainingsdauer schwankt zwischen 3 Monaten und einem Jahr.

  • Bereits 2200 vor Chr. nutzten Menschen Hunde als Beschützer. Zumindest lassen Abbildungen der alten Babylonier darauf schließen, die Mastiffe zeigen. Diese Hunde-Rasse gilt als Urvater der Wachhunde.

Wau! Die besten Wachhunde-Rassen

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Von Waldi zum Wachhund: 4 Tipps für mehr Gehorsam

  • ☝️

    Konsequenz: Beharre darauf, dass der Hund Kommandos ausführt und Verbote einhält. Das fördert auch die Partnerschaft zum Tier. Denn wer konsequent handelt, handelt fair. Der Hund lernt, welches Verhalten erwünscht und unerwünscht ist.

  • 🚦

    Das Ampelsystem: Stelle dir vor, der Hund läuft an der Leine und soll auf Kommando "Sitz" machen. Starte mit einem grünen Signal und sage in neutralem Ton "Sitz". Läuft der Hund weiter, springt die Ampel auf Gelb. Das heißt, du gibst ein warnendes Stimmsignal wie "Na!". Bleibt die Reaktion weiter aus, folgt Rot: Störe den Hund durch einen Reiz wie eine Bewegung oder Berührung. Der Reiz darf unangenehm, aber keinesfalls schmerzhaft sein. Wenn du immer so agierst, lernt der Hund: Es ist angenehmer, direkt beim grünen Signal zu reagieren.

  • 😡

    Keine Wutausbrüche: Wenn Wauzi nicht gehorcht, zerrt das schnell an deinen Nerven? Wutausbrüche sind kontraproduktiv und flößen dem Tier Angst ein.

  • Gutes Timing: Kommandos und Lob müssen zum richtigen Zeitpunkt kommen. Wenn der Hund gerade sein Geschäft macht, fordere ihn nicht zum "Sitz" auf. Und wenn du ihn loben möchtest, dann tu es innerhalb weniger Sekunden, damit er deine Anerkennung mit seiner Handlung verknüpfen kann.

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Hund vs. Alarmanlage: Wer gewinnt, wenn ein Einbrecher kommt?

  • 1:0 für den Hund: Das Tier alarmiert nicht nur, sondern verteidigt die Familie im Fall der Fälle. Die Alarmanlage kann Polizei und Wachdienst verständigen. Diese sind aber nicht sofort zur Stelle.

  • 1:1: Ausgleich: Die Alarmanlage ist jederzeit einsatzbereit. Sie schützt das Haus, auch wenn die Familie im Urlaub ist. Der Hund ist dann entweder in der Hundepension oder mit auf der Reise - und das Haus bleibt unbewacht. Außerdem schläft das Tier und verlässt das Haus für Spaziergänge.

  • 2:1 für die Alarmanlage: Einmal installiert, benötigt die Technik ab und an ein Update und einen Check. Das ist aber nicht sonderlich zeitintensiv. Ein Hund braucht tägliche Fürsorge. Als reine Alarmanlage eignet er sich nicht. Aber er ist Beschützer und tierisch guter Freund zugleich.

  • Fazit: Zum Schutz von Haus und Gut eignet sich eine Alarmanlage, für das subjektive Sicherheitsgefühl und das Herz ist der Hund da.

Veröffentlicht: 05.11.2019 / Autor: Alena Brandt