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  2. Weltall
VSS Unity bei einem Testflug im All

Weltraumtourismus: Das Space Race der Milliardäre geht weiter

Einmal einen kurzen Abstecher ins All machen? Milliardär Richard Branson hat es vorgemacht. Amazon-Gründer Jeff Bezos hat nachgezogen. Es ist nur der Auftakt der Weltraumtouristen-Saison. Was du tun musst, um selbst ins All zu starten, erfährst du weiter unten.
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Das Wichtigste zum Thema Weltraumtourismus

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    Milliardäre im Weltall. Nachdem vor einigen Tagen Richard Branson einen Abstecher ins Weltall gewagt hat, folgte ihm nun Jeff Bezos.

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    Virgin Galactic-Gründer Branson hat den Flug mit seinem SpaceShipTwo "Unity" vom Spaceport America im US-Bundesstat New Mexiko bereits am 11. Juli erfolgreich gemeistert.

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    "Unity" erreichte 3-fache Schallgeschwindigkeit, etwa 3.700 Stundenkilometer, und eine Höhe von etwa 86 Kilometern.

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    Nun hat auch Amazon-Gründer Jeff Bezos nur wenige Tage nach Richard Branson seinen Trip ins All erfolgreich abgeschlossen. Mit seinem Raumschiff "New Shepard" flogen er und seine 3 Begleiter heute von Texas aus bis an die Grenze des Weltalls. Das Raumschiff ist vollautomatisch und braucht keine Pilot:innen.

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    Beiden gemeinsam ist: Ihre Weltraumflüge sind nur suborbitale Abstecher ins All. Ihre Raumschiffe fliegen auf einer ballistischen Bahn. Das bedeutet: Wie Gewehrkugeln werden sie in die Luft geschossen: Nachdem die Fahrzeuge 80 bis 100 Kilometer Höhe erreicht haben, fallen sie zurück zur Erde. Sie erreichen also keine Umlaufbahn um die Erde - wie beispielsweise die ISS.

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    Die Reise in die Schwerelosigkeit ist kurz und teuer. Die Tickets des nur wenige Minuten dauernden Ausflugs in die Schwerelosigkeit kosteten bisher 200.000 Euro. Pech für die Neukunden: Virgin Galactic hat den Preis gerade auf etwa 380.000 Euro heraufgesetzt.

Der Flug von Jeff Bezos im Livestream

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Die ersten Gäste an Bord der neuen Touristen-Raumschiffe

  • Bei den bisherigen Testflügen des SpaceShipTwo waren nur die Piloten an Bord. Beim ersten regulären Flug sind der Chef Richard Branson selbst und 3 seiner Angestellten mitgeflogen.

  • Dieses Jahr soll das SpaceShipTwo noch zu einigen weiteren Testflügen aufbrechen. 2022 könnte es dann regelmäßig Touristen transportieren.

  • Die Bezos-Rakete flog vor dem 20. Juli unbemannt. Nun hob der Amazon-Chef zusammen mit seinem Bruder ab. Als PR-Coup war auch Wally Funk mit an Bord. Die 82-Jährige war Mitglied der legendären "Mercury 13" in den 60er-Jahren, der ersten US-amerikanischen Astronautinnen-Auswahl. Allerdings flog keine der Frauen aus dieser Gruppe ins All.

  • Wally ist nun der älteste Mensch, der jemals ins All geflogen ist. Bisheriger Rekordhalter war 1998 der damals 77-jährige Astronaut John Glenn. Er war zugleich der erste US-Amerikaner, der eine Umlaufbahn um die Erde erreichte (am 20. Februar 1962).

  • Noch einen Rekord gab es: Der Niederländer Oliver Daemen, gerade einmal 18 Jahre alt, drufte ebenfalls dabei sein - als jüngster Mensch, der je ins All geflogen ist. Sein Vater hatte das rund 24 Millionen Euro teure Ticket für ihn ersteigert.

Das ist die Crew von Jeff Bezos

Jeff Bezos mit seiner Crew: Mark Bezos, Oliver Daemen und Wally Funk


Das ist die NewShepard-Crew (v.l.n.r.): Mark Bezos, Jeff Bezos, Oliver Daemen und Wally Funk.
© Blue Origin via ZUMA Press Wire/dpa

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Das kostet die Reise ins All?

Die Preise im Weltraumtourismus richten sich nach dem Erlebnis-Faktor. Der eineinhalb Stunden lange Flug mit dem Raumgleiter von Richard Branson kostet gut 250.000 Euro.

Einige Hunderttausend Euro wird auch Blue Origin berechnen, obwohl der Flug sogar nur 10 Minuten dauert - der genaue Betrag ist aber noch nicht publik. Kurios: In Sachen Weltraumtourismus ist das eher die Holzklasse.

Das Raumschiff Crew Dragon mit Aussichtskuppel


Das Raumschiff Crew Dragon soll für den Ausflug eine Aussichtskuppel erhalten.
© SpaceX

Denn deutlich teurer dürfte der Trip mit dem Raumschiff Crew Dragon von SpaceX-Chef Elon Musk sein. Dafür bekommt der Weltraumtourist aber auch mehr zu sehen - der Dragon soll die Erde 60 Mal umrunden. Den Preis dafür hat Musk bisher zwar nicht verraten. Der Spaß dürfte aber mehrere Millionen Euro kosten.

Am exklusivsten ist der Trip zur Internationalen Raumstation (ISS). Je nachdem, wie lange Touristen dort bleiben, werden für Flug und Aufenthalt mindestens 50 Millionen Euro fällig.

Der 1. Tourist im All war übrigens Dennis Tito. Für seine 7-tägige Reise mit einem Sojus-Raumschiff 2001 zur ISS zahlte der US-Unternehmer 20 Millionen US-Dollar.

Raumfahrt im Design-Modus: So sieht das Touristen-Raumschiff von Virgin Galactic von innen aus

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Ab ins All? Hier kannst du buchen

In Deutschland gibt es einen offiziellen Anbieter für Privatflüge ins All. Bei Designreisen kannst du dir einen Platz auf dem SpaceShipTwo sichern. Oder du meldest dich direkt bei Virgin Galactic an.

Kleiner Haken: Die ersten 600 Plätze sind schon vergeben. Falls du einen Platz reservieren willst, musst du dafür eine Anzahlung von knapp 10.000 Euro leisten.

Wie sich ein Platz in der Kapsel von Blue Origin ergattern lässt, will das Unternehmen demnächst bekannt geben. Aber hier kannst du dich eintragen und benachrichtigen lassen.

Spaceport America: das neue Tor zum Weltraum

Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico

Sieht aus wie eine "Star Wars"-Filmkulisse: Der Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico ist der Weltraum-Flughafen von Virgin Galactic.

Das brauchst du für einen Besuch im All

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    Geld oder Glück: Egal, ob Abstecher oder Aufenthalt im All - die Tickets sind galaktisch teuer.

  • 🕛

    Geduld: Eigentlich sollte das SpaceShipTwo schon 2009 starten. Doch mehrere tödliche Unfälle verzögerten die Entwicklung des Raumschiffs. Auch Blue Origin brauchte länger als erwartet.

  • ❤️

    Einen stabilen Kreislauf: Raumschiffe beschleunigen stark und bremsen sogar noch stärker, wenn sie zurück zur Erde fallen. Wer leicht in Ohnmacht fällt, verpasst im ungünstigsten Fall die spannendsten Momente.

  • 💪

    Durchhaltevermögen: Niemand kann ohne entsprechendes Training ins All fliegen. Bevor es losgeht, müssen alle Passagiere zeigen, dass sie in großer Höhe schwindelfrei sind, auf unebenen Oberflächen laufen und bis zum Dreifachen ihres Gewichts tragen können.

Das macht die Raumfahrt mit unserem Körper

Körper Auswirkung Raumfahrt
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Veröffentlicht: 20.07.2021 / Autor: Johannes Korsche