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Gespenstisch! Wie aus einem Wasserpark in Kalifornien ein "Lost Place" wurde

Der Lake Dolores Waterpark ist vertrocknet und verlassen - und trotzdem zieht er Besucher an. Falls du einen Trip in die kalifornische Mojave-Wüste planst, zeigen wir dir weitere "magische" Orte, die einen Abstecher wert sind.
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Das Wichtigste zum Thema Lake Dolores Waterpark

  • Zwischen Los Angeles und Las Vegas: Der Lake Dolores Waterpark eröffnete 1962 als erster Wasserpark der USA am östlichen Rand der Mojave-Wüste. Gespeist wurde der 110 Hektar große, künstlich angelegte See von unterirdischen Quellen.

  • Für Furore sorgten 8 identische 46 Meter hohe Wasserrutschen mit einen Neigungswinkel von 60 Grad, die nebeneinander auf einem künstlich errichteten Hügel montiert worden waren. In den Folgejahren kamen zahlreiche Attraktionen und Fahrgeschäfte hinzu.

  • Nachdem jedoch die Besucherzahlen ab 1985 immer weiter zurückgingen, wurde die Anlage wenige Jahre später geschlossen und schließlich verkauft. Es folgten zwei Wiedereröffnungen, beide scheiterten. Seit Sommer 2004 ist der einstige Wasserpark ein "Lost Place".

  • Ruinen statt Rutschen: Das Inventar wurde nach und nach verkauft - die Rafting-Anlage "Big Bopper" etwa ging an den Cultus Lake Waterpark in der Nähe von Vancouver. Ein Teil der Gebäude wurde von Menschen verwüstet, die Metall und Drähte bargen.

  • Auch heute noch kommen Leute vorbei. "Dark Tourists", die gerne verlassene Orte aufsuchen. Aber auch Künstler, Fotografen, Drohnenflieger oder Skateboarder. Das Gelände ist frei zugänglich und nicht umzäunt.

Lost Place XXL: In der kalifornischen Mojave-Wüste gibt es auch eine Geisterstadt

36600 Ghost Town Road, Yermo, California. Das ist die Adresse von Calico. Hier fand man in den Bergen am 26. März 1881 erstmals Silber - und kurz darauf kamen Hunderte von Minenarbeitern in die Mojave-Wüste. Noch im selben Jahr wurde die Stadt gegründet. Zur Hochzeit lebten dort 1.500 Menschen. Es gab über 500 Minen, dazu 22 Salons, ein Chinatown und ein Rotlichtviertel.

Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Silberpreis stark absackte, waren die Minen nicht mehr profitabel. Die Siedlung wurde bald zur "Ghost Town". Einige der Original-Gebäude sind bis heute erhalten, darunter Lil's Saloon, das ehemalige Stadtbüro und ein Gemischtwarenladen.

 

Calico Ghost Town


In der Geisterstadt Calico lebten vor allem Minenarbeiter. Als der Silberpreis abrauschte, verschwanden auch die Einwohner.
© Getty Images

 

Besucher können eine kurze Strecke mit der Grubenbahn zurücklegen und die Tunnel der Maggie Mine erkunden. Außerdem befinden sich ein Restaurant, ein Café und einige Souvenirshops auf dem Gelände. Wer auf dem Campingplatz unterhalb der Geisterstadt übernachtet, muss keinen Eintritt bezahlen und darf auch kostenfrei das Museum besuchen.

Und hier kommen 4 wahre Wüstenschönheiten

Heiße Tipps: Was du beachten musst, wenn du in der Wüste unterwegs bist

  • 👟

    Zum Wandern zieht man am besten Turn- oder Trekkingschuhe an. Ein hoher Schaft schützt vor Schlangen, Skorpionen & Co. und verhindert, dass Sand eindringt. Auf keinen Fall Flip-Flops tragen und niemals barfuss gehen.

  • 🕶️

    Die Sonne brennt. Deswegen: Kopfbedeckung, Sonnenbrille, lange Kleidung und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (50+) verwenden.

  • 🚰

    Bewegung und extreme Hitze erhöhen den Flüssigkeitsbedarf. Pro Person mindestens 4 Liter Wasser mitnehmen, einige Experten empfehlen 6 Liter.

  • Während einer Autofahrt tagsüber das Licht einschalten, damit andere das Fahrzeug bei Hitzeflimmern rechtzeitig erkennen können. Vorab den Tank vollmachen und bei jeder Gelegenheit nachtanken. Achtung, einen Reservekanister darf man nicht überall dabei haben!

  • 🚁

    Bei einer Autopanne sollte man Motorhaube und Kofferraumklappe öffnen. Das signalisiert Hubschrauber-Patrouillen und anderen Verkehrsteilnehmern, dass Hilfe benötigt wird.

Veröffentlicht: 02.05.2020 / Autor: Heike Predikant