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Das Gelbe vom Ei? Vegane Alternativen aus Tomate, Tofu oder Apfelmus

Wer braucht schon Eier, wenn es doch diese veganen Alternativen gibt?! Aber sind Eier denn jetzt wirklich so ungesund wie ihr Ruf?
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Das Wichtigste zum Thema Eier

  • Die gute Nachricht vorneweg: Eier sind gesund, wenn es nicht zu viele sind. Ein Frühstücksei am Wochenende ist kein Problem.

  • Zu viele Eier können unserem Herz-Kreislauf-System schaden. Eine schwedische Studie sagt: Ab 6 Eiern die Woche nehmen die Risiken für unsere Gesundheit zu.

  • Die Massenproduktion von Eiern ist nicht gut für Tiere und Umwelt. Wie gut, dass es viele Alternativen gibt.

  • Zum Backen und Kochen können Eier zum Beispiel durch Kichererbsen-Wasser oder Leinsamen ersetzt werden. Auch Seidentofu eignet sich dafür sehr gut.

  • Wer den Geschmack von Eiern liebt, den wird Schwarzsalz - auch Kala Namak genannt - glücklich machen. Das Gewürz stammt aus der indischen Küche und ist schwefelhaltig - so wie Eier.

Diese Alternativen gibt es zu Hühnereiern

Das sagt Ernährungswissenschaftler Professor Hans Hauner von der TU München

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    Eier sind in aller Regel gesund, vorausgesetzt, man isst sie nicht in übermäßigen Mengen und man ernährt sich insgesamt gesund und ausgewogen.

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    3 Eier in der Woche sind in der Regel völlig unproblematisch. Und auch wer an Ostern mal mehr isst, muss nicht sofort mit gesundheitlichen Folgen rechnen.

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    Eiweiß enthält viele Aminosäuren, die unser Körper braucht, und ist eine gute Energiequelle. Das Eigelb hat eine andere Zusammensetzung, es enthält unter anderem relativ viel Cholesterin, etwa 200 Milligramm.

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    Wenn jemand über seine Nahrung zu viel Cholesterin zu sich nimmt, kann der Cholesterinspiegel im Blut ansteigen. Je höher dieser Spiegel ist, desto größer ist das Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder einen anderen Gefäßverschluss.

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    Die Auswirkungen, die unsere Ernährung auf den Cholesterinspiegel hat, sind aber nicht so groß, wie früher angenommen wurde. Denn das meiste Cholesterin, etwa zwei Drittel, produziert unser Körper selbst. Es ist lebenswichtig, unser Körper braucht es zum Beispiel für die Zellwände.

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    Trotzdem ist es so: Essen wir zu viele tierische Fette, die viel Cholesterin enthalten, steigt der Cholesterinspiegel und ein Teil des Cholesterins wird in Arterienwänden abgelagert. Das kann zu Gefäßverkalkungen und zu einem plötzlichen Gefäßverschluss führen. Das ist allerdings ein jahrzehntelanger Prozess. Und Eier machen nur einen kleinen Teil dieser tierischen Fette aus.

Fakten zu echten Hühnereiern

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    Die Deutschen lieben Eier: Im Jahr 2019 hat jeder 236 Eier gegessen. Dazu zählen nicht nur Frühstückseier, sondern auch verarbeitete Eier zum Beispiel in Kuchen und Gebäck.

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    Eier haben einen hohen Cholesteringehalt. Außerdem liefern sie Eiweiß, Fett, die Vitamine A, D, E und K, B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen.

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    Das Eidotter von Bio-Eiern ist oft heller als das von konventionellen Eiern. Der Grund: Im Biofutter sind keine Farbstoffe enthalten. Nur etwa jedes zehnte in Deutschland produzierte Ei ist ein Bio-Ei.

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    Ob ein Huhn braune oder weiße Eier legt, kann man übrigens an seinen Ohren erkennen. Sind die Ohrscheiben weiß, sind es die Eier auch. Hat ein Huhn rote Ohrscheiben, legt es braune Eier.

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    Eine Hochleistungs-Legehenne legt etwa 300 Eier im Jahr. Für die harte Kalkschale des Eis braucht der Hühnerkörper etwa 20 Stunden. Wild lebende Hühner sind längst nicht so produktiv: Sie legen etwa 50 bis 60 Eier im Jahr.

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    So kannst du herausfinden, ob ein Ei frisch ist: Füll ein breites Glas mit Wasser und leg das rohe Ei hinein. Sinkt das Ei auf den Boden und bleibt liegen, ist es wahrscheinlich frisch. Schwimmt das Ei im Wasser, solltest du es nicht mehr verwenden.

  • Das schwerste Hühnerei soll laut Guinness Buch der Rekorde 454 Gramm gewogen haben. Ein Huhn im US-amerikanischen Bundesstaat New Jersey soll es 1956 gelegt haben. Ein normales Hühnerei wiegt 50 bis 60 Gramm.

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Veröffentlicht: 09.08.2020 / Autor: Kathrin Aldenhoff