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Eier kochen: Der Mythos um das 3-Minuten-Ei

Eier kochen ist eine Kunst. Mal ist das Frühstücksei zu hart, dann wieder zu weich. Warum das 3-Minuten-Ei ein Mythos ist und wie du das perfekte gekochte Ei hinkriegst. Außerdem im Clip: Darum sind Eier echte Superhelden.
Teaserbild: Eier kochen: Der Mythos um das 3-Minuten-Ei

Das Wichtigste zum Thema Eier kochen

  • Ein Grund für so manchen Familienstreit: Jeder schwört auf seine eigene Methode, das perfekte Frühstücksei zuzubereiten.

  • Bei gekochten Eiern unterscheidet man zwischen weichgekochten, mittelharten und hartgekochten Eiern. Die unterschiedlichen Definitionen richten sich danach, wie Eiweiß und Eigelb aussehen und welche Konsistenz sie haben.

  • Je nachdem braucht das Ei zwischen 3 1/2 und 11 Minuten Zeit. Dabei spielen die Garzeit, die Wassertemperatur und die Größe der Eier eine wichtige Rolle.

  • Du kannst gekochte Eier im Kochtopf oder im Eierkocher machen. Im Internet kursieren aber auch verrückte Methoden wie das Eierkochen im Wasserkocher, Dampfgarer oder in der Kaffeemaschine.

  • Verrückt: Auf dem Mount Everest kannst du kein Ei kochen. Um das Eigelb zur Gerinnung zu bringen, braucht es 65 Grad Celsius, für das Eiweiß aber 82,5 Grad Celsius. Auf der Höhe des Mount Everest kocht das Wasser bereits bei 70 Grad Celsius und das Eiweiß bliebe damit flüssig.

  • Eine der bekanntesten Eier-Zubereitungs-Methoden ist das 3-Minuten-Ei.

Der Mythos um das 3-Minuten-Ei

Unter einem 3-Minuten-Ei versteht man ein Ei, das nach 3 Minuten im sprudelnden Wasser weich gekocht ist. Das Eiweiß ist schon fest, das Eigelb noch cremig weich. Falls du das schon in der Praxis getestet hast, wirst du schnell gemerkt haben: Fehlanzeige. Dein Ei war vermutlich noch fast roh.

Der Grund: Die Faustregel ist schon etwas älter. Früher waren Eier aber noch deutlich kleiner. Außerdem bezieht sich die Regel nicht auf Eier, die direkt aus dem Kühlschrank kommen, sondern Zimmertemperatur haben.

Wie magst du dein Frühstücksei am liebsten?

Die wichtigsten Hacks für das perfekte Ei

  • 💧

    Das Ei immer erst in den Topf geben, wenn das Wasser kocht und sprudelt. Auf diesen Zeitpunkt beziehen sich die Kochzeiten. Das Ei sollte mit Wasser bedeckt sein.

  • 🥄

    Damit es nicht kaputt geht, mit einem Esslöffel langsam in das Wasser hineingleiten lassen. Das Ei vorher anzustechen, bringt laut einem Experiment von 1973 mit 1.000 Eiern nur bei älteren Eiern einen Effekt.

  • 🌊

    Nur auf Höhe des Meeresspiegels liegt die Siedetemperatur bei 100 Grad Celsius. Bist du in den Bergen, musst du mehr Zeit für dein Ei kalkulieren. Denn bei geringerem Luftdruck kocht Wasser bei einer niedrigeren Temperatur als 100 Grad. Dein Ei bekommt weniger Hitze ab und braucht daher länger.

  • ❄️

    Kommt dein Ei frisch aus dem Kühlschrank, gilt die Faustregel, es eine Minute länger kochen zu lassen.

  • 🚰

    Schrecke das weichgekochte Ei nach dem Kochen mit kaltem Wasser ab, damit es nicht nachgart.

So gelingt das perfekte Frühstücksei

Das perfekte Frühstücksei

Der Eier-Rechner

Das ist dir alles zu kompliziert? Dann hilft dir zum Beispiel dieser Eier-Rechner. Kurios: Die Berechnung der perfekten Kochzeit für ein Ei beschäftigt regelmäßig Physiker. Es gibt sogar eine mathematische Formel für das perfekte gekochte Ei. Uns wäre der Mathematik-Aufwand am Morgen jedoch zu groß.

So sieht dein Ei je nach Kochzeit aus

So verändert sich das Eiweiß und Eigelb umso länger es im Wasser kocht.

So entschlüsselst du den Eier-Code

Was hat es mit den neuen Beschriftungen auf den Eiern auf sich?

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Seit Kurzem findet man auf den Eiern im Supermarkt neue Kennzeichnungen. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Code?

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Hättest du es gewusst? Die Farbe der Eierschale ist für den Geschmack, die Qualität oder den Nährwert nicht relevant. Die Farbe bestimmt sich durch die Hühnerrasse. Hennen mit weißen Ohrläppchen legen weiße Eier, Hennen mit roten Ohrläppchen legen braune Eier.

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Veröffentlicht: 10.01.2021 / Autor: Bianca Leppert