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Wo purzeln mehr Pfunde? Intervallfasten versus Brausetablette

Beim Intervallfasten zählst du Stunden statt Kalorien. Und Diät-Brausetabletten sollen sättigen. Welche Methode hilft besser beim Abnehmen? Das zeigt der Galileo-Test mit eineiigen Zwillingen.

3 Kilo versus 0,9 Kilo: And the winner is ....

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    Galileo testete mit eineiigen Zwillingen über einen Zeitraum von 3 Wochen, welche Abnehm-Methode effektiver ist: Intervallfasten oder Brausetabletten?

  • Eineiige Zwillinge besitzen die gleiche DNA und haben damit vergleichbare Voraussetzungen zum Abnehmen.

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    Zwilling Nummer 1 probierte das Intervallfasten nach dem 16:8 Prinzip. In einem Zeitraum von 8 Stunden ist dabei Essen erlaubt, 16 Stunden wird gefastet.

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    Zwilling Nummer 2 probierte Brausetabletten, die den Appetit zügeln sollen. Diese nimmt man 3-mal täglich vor den Mahlzeiten.

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    Das Ergebnis: 3 Kilo purzelten beim Intervallfasten, 0,9 Kilo mit der Sättigungstablette.

Ist Intervallfasten auch über einen langen Zeitraum möglich?

Eine Einschätzung von Margret Morlo, Diätassistentin DKL/DGE und Verband für Diätetik und Ernährung e.V.:

"Intervallfasten-Methoden sind als dauerhafte Ernährung gedacht. Der Effekt des längeren Nahrungsmangels: ein kataboler Stoffwechsel. Das heißt, der Körper zehrt von eigenen Reserven. Nach 8 bis 10 Tagen senkt der Körper seinen Grundumsatz. Kommt es zu Nebenwirkungen oder zu starken Gewichtsabnahmen, ist es sinnvoll einen Arzt oder Ernährungsberater (www.vfed.de, Fachkräfte-Suche) aufzusuchen."

Mehr Infos zu Chancen und Risiken von Intervallfasten findest du hier.

Diese 3 positiven Nebeneffekte hat Essensverzicht auf Zeit

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    12-wöchiges Intervallfasten soll bei Männern und Frauen die Herzgesundheit fördern.

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    Tierversuche zeigen, dass 11-monatiges Intervallfasten die kognitiven Fähigkeiten verbessert.

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    Fasten auf Zeit verhindert bei Mäusen Diabetes, da es die Menge an Leberfett senkt. Bei Menschen ist der Effekt noch nicht bestätigt.

Was du über Sattmachertabletten und -pulver wissen musst, erklärt Diätexpertin Margret Morlo

  • Wodurch entsteht das Sättigungsgefühl?

  • 💬

    Sattmacher enthalten den Quellstoff Glucomannan aus der Konjakwurzel. Die gewichtsreduzierende Wirkung gilt als belegt, aber nur in Kombi mit einer kalorienarmen Ernährung.

  • Und wie steht's mit dem Langzeiterfolg?

  • 💬

    Es liegen noch keine Ergebnisse von Studien vor, die länger als 3 Monate durchgeführt wurden.

  • Wer satt ist, nimmt ab - das gilt also nicht automatisch und immer?

  • 💬

    Eigentlich reguliert das Gehirn das Sättigungsgefühl. Circa 15 Minuten nach Beginn einer Mahlzeit tritt es ein. Der volle Magen alleine reicht dafür nicht aus. Wer dauerhaft abnehmen möchte, sollte seine Ernährung und sein Essverhalten prüfen. Diätassistenten und Oecotrophologen helfen dabei.

  • Gibt es ein Risiko bei Sattmachern?

  • 💬

    Sie können zu Völlegefühl, Bauchschmerzen und Blähungen führen - vor allem, wenn zu wenig getrunken wird. Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen sollten diese Tabletten nicht verwenden.

Margret Morlo, Diätassistentin DKL/DGE und Verband für Diätetik und Ernährung e.V.

Veröffentlicht: 04.02.2020 / Autor: Alena Brandt

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