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Intervallfasten: Wirkt diese Diät wirklich Wunder?

Dank Intervallfasten gesund abnehmen, das ist das eine. Zudem soll die Teilzeit-Diät bei Bluthochdruck helfen und die Laune heben. Mit unseren Tipps kannst du's testen!
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Das Wichtigste zum Thema Intervallfasten

  • Bei der 16:8-Methode (8-Stunden-Diät) wird nur in einem Zeitraum von 8 Stunden täglich gegessen. 16 Stunden wird gefastet.

  • Bei der 5:2-Methode gibt es 2 Fastentage pro Woche.

  • Im Unterschied zu klassischen Diäten drosselt korrektes Intervallfasten nicht den Stoffwechsel und es wird keine Muskelmasse abgebaut.

  • Intervallfasten hilft nicht nur beim Abnehmen. Es kann zum Beispiel Blutdruck-, Blutfett-, Blutzucker- und Leberwerte verbessern.

Risiken und Nebenwirkungen

  • 😴

    Zu Beginn des Fastens muss sich der Körper noch umstellen. Es kommt dabei häufig zu Müdigkeitserscheinungen, Abgeschlagenheit, Schwindel oder Kopfschmerzen.

  • 🤰

    Bei Schwangeren oder untergewichtigen Menschen besteht die Gefahr, dass der Körper an essentiellen Nährstoffen unterversorgt wird.

  • 💊

    Wenn am Morgen Tabletten eingenommen werden müssen, kann es auf nüchternen Magen zu Magenschmerzen kommen.

  • 🍰

    In der Essensphase auf eine ausgewogene Ernährung achten! Wer ausschließlich kalorienreiche und nährstoffarme Nahrungsmittel isst, riskiert eine Gewichtszunahme und einen Nährstoffmangel.

  • 🍽

    Wer in den Essensphasen zu wenig isst, tut Figur und Gesundheit keinen Gefallen. Durch die zu niedrige Kalorienaufnahme verlangsamt sich der Stoffwechsel und Muskeln werden abgebaut. Es kann außerdem ein Nährstoffmangel auftreten.

  • 🙊

    Viele Menschen leiden in Fastenzeiten unter Mundgeruch. Grund: die Schleimhäute scheiden Giftstoffe aus. Was hilft: viel Wasser trinken oder an Zitronenscheiben saugen.

Für wen ist Intervallfasten nicht geeignet? Fachärztin Petra Bracht sagt:

  • 💬

    Für Kinder und Pubertierende ist Intervallfasten nicht geeignet. Sie sollten noch ihrem natürlichen Hungergefühl folgen.

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    Auch Schwerkranke und Menschen, die unter einer Essstörung wie Magersucht, Bulimie oder Orthorexie leiden, sollten von dieser Methode absehen.

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    Patienten mit Diabetes oder Insulinresistenz (einer Vorstufe von Diabetes) können zu Beginn der Umstellung Blutzuckerschwankungen verspüren. Ihnen hilft ein langsamer Einstieg mit Einstellungen der Zwischenmahlzeiten. Danach können sie die Fastenzeit um täglich eine Viertelstunde oder 30 Minuten erhöhen.

Dr. Petra Bracht ist Fachärztin für Allgemein- und Ernährungsmedizin

Und was ist eigentlich mit Kaffee?

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Wie lange darf ich Intervallfasten betreiben?

Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten genannt) kann laut Experten jahrelang betrieben werden. Um Intervallfasten abwechslungsreicher zu machen, kann man Woche für Woche eine andere Variante ausprobieren und so die perfekte Methode finden.

Veröffentlicht: 02.08.2019 / Autor: Miriam Eichhorn