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Grillen ohne Grill? Die schnelle Lösung für's spontane BBQ

Der Sommer ist da und für viele heißt das: Ran an die Glut! Doch ohne Grill muss die BBQ-Party nicht gleich ins Wasser fallen. Die besten DIY-Ideen gibt's im Clip und unten auf der Seite.
Teaserbild: Grillen ohne Grill? Die schnelle Lösung für's spontane BBQ

Outdoor-Ideen für ein Grillen ohne Grill

Einen Einkaufswagen als Grill benutzen? Das geht! Wenn du einen eigenen Einkaufswagen besitzt und dir der Rost zum Grillen fehlt, dann stelle eine feuerfeste Schale mit Glut auf den unteren Teil des Wagens und benutze den Boden des Wagens als Grillfläche. Oder stelle den Einkaufswagen vorsichtig über ein Feuer und nutze das Gitter als Rost.

Ein Einkaufswagen als Grill? Ja, das geht!

Der Lagerfeuer-Grill

Aus einem Lagerfeuer lässt sich mit wenig Aufwand ein Grill zaubern, sofern du einen Grillrost oder unbeschichtetes Drahtgitter zur Hand hast. Ordne dafür gut stapelbare und feuerfeste Steine rings um die Feuerstelle an und lasse ein paar seitliche Löcher für die Luftzufuhr frei. Heize das Feuer nochmal gut durch und platziere den Rost etwa 20 cm über der Glut. Los geht's!

Fische grillen ist mit dem selbstgebauten Grill kein Problem.

Grillen im Blumentopf

Wer braucht schon Blumen, wenn man Grillen kann? Einfach einen großen Terrakotta-Topf mit einem Loch im Boden so auf ein paar Backsteinen platzieren, dass die Luft durch das Loch zirkulieren kann.

Anschließend mit Kohle füllen und anheizen. Zum Schluss den Rost drüber legen und loslegen. Wichtig: Ist der Topf besonders hoch sollte man einen zweiten Rost auf halber Höhe in den Topf geben und die Kohle darauf platzieren.

Den kaputten Blumentopf musst du nicht wegwerfen. Mach einfach einen Grill daraus.

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Kann man Fertiggerichte wirklich auf dem Grill pimpen? Unser Food-Reporter Martin nimmt die Herausforderung an und möchte daraus echte Gourmet-Gerichte kreieren. Ob die Gäste davon etwas merken?

Was sind eigentlich die Vorteile beim Grillen?

  • 🔥

    Hitze: Beim Grillen werden sehr hohe Temperaturen erreicht - Holzkohle kommt auf über 700 Grad. Auf dem Grillrost ist die Hitze zwar geringer, aber 200 bis 250 Grad sind dennoch üblich. Besonders hohe Hitze führt zur sogenannten "Maillard-Reaktion" - benannt nach dem französischen Naturwissenschaftler Louis Camille Maillard. Durch eine Reaktion von Zucker und Aminosäuren bekommt das Fleisch die typische Kruste.

  • 🌫

    Aromen: Röstaromen und andere Aromen aus dem jeweiligen Grillgut kommen besonders gut zur Geltung. Geschmackssache bleibt, auf welche Grill-Art man setzt. Bei Holzkohle kannst du zwischen verschiedenen Sorten wählen und profitierst vom Raucharoma der Glut, Gas- und Elektro-Grills sind schneller heiß und garen das Grillgut gleichmäßiger.

  • 🕑

    Zeit: Erst ist Warten angesagt: Etwa 10 Minuten braucht ein Gasgrill und 30 Minuten ein Holzkohlegrill, bis er die ideale Grill-Temperatur erreicht hat. Das Grillen selbst geht dafür sehr schnell.

  • 🌈

    Vielfalt: Neben Fleisch und Fisch sind auch Gemüse, Käse oder Brot bestens für den Grillrost geeignet. Achtung: Die jeweiligen Grill-Zeiten im Blick behalten. Wenn man einen heißen Stein hat, können auch Pizza oder Flammkuchen problemlos ausgebacken werden - durch die große Hitze gelingt der Teig besonders gut. Mit Rauch-Chips können Grills mit Deckel sogar zum Räuchern verwendet werden.

Steckt ein Grillmeister in dir? Teste dich im Grill-Quiz!

Darauf solltest du beim Grillen achten

  • Richte eine heiße und eine kühlere Zone auf dem Grillen ein. Bei Holzkohle kannst du die Glut entsprechend verteilen, bei Gas- oder Elektro-Grills können Grill-Schalen nachhelfen. Pro-Tipp: Steaks erst scharf anbraten und anschließend in der kühleren Zone nachgaren.

  • Verwende hitzestabiles Öl wie beispielsweise Erdnussöl zum Marinieren. Auch der Rost kann vor dem Grillen damit eingeölt werden - so bleibt nichts Kleben. Andere Fette können sich durch die hohen Temperaturen negativ auf den Geschmack und die Gesundheit auswirken.

  • Bereite alles vor, damit du dich am Ende nur auf das Grillen konzentrieren kannst, sonst drohen am Ende verbrannte Paprika und lauwarme Würstchen.

  • Achte auf das Grillgut. Steaks sollten mindestens 2 Zentimeter dick sein, damit sie trotz Kruste innen schön saftig bleiben. Setze beim Gemüse auf möglichst wasserarme Sorten, wie Zucchini, Paprika, Aubergine oder Spargel. Brot sollte nur kurz angeröstet werden, da ansonsten der gesundheitsschädliche Stoff Acrylamid entsteht.

  • Verzichte auf Alufolie: Vor allem salzige Speisen solltest du nicht in der Folie garen. Denn das Salz löst Aluminiumionen aus der Folie, die in größeren Mengen giftig für den Körper sind.

  • Für den Extrakick können der Glut auch Kräuter wie Thymian oder Rosmarin beigefügt werden, die vorher in Wasser eingeweicht wurden. Dadurch erhält das Grillgut zusätzliche Aromen.

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Veröffentlicht: 07.08.2020 / Autor: Nanouk Hoepner