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Schluss mit Schweißflecken und üblem Geruch: Das hilft gegen Schwitzen

It's getting hot in here ... Aber mit diesen Tipps und Tricks schwitzt du an heißen Tagen so, dass es keiner riecht und sieht. Und im Clip verraten wir dir den Unterschied zwischen Deo und Antitranspirant.

Das Wichtigste zum Thema Schwitzen

  • Schwitzen ist ein effektiver Mechanismus, um überschüssige Wärme abzugeben und dadurch die Körpertemperatur zu regulieren - andernfalls würden wir überhitzen. Den Vorgang nennt man auch Transpiration.

  • Schweiß wird als wässriges Sekret von den Schweißdrüsen über die Körperporen abgesondert. Trifft er auf die erwärmte Haut, entsteht Verdunstungskälte.

  • Der Mensch besitzt 2 bis 4 Millionen ekkrine Schweißdrüsen (Durchmesser: 0,4 Millimeter), die über den gesamten Körper verteilt sind. Vermehrt treten sie an Stirn, Handflächen, Fußsohlen und in den Achselhöhlen auf.

  • Unangenehmer Geruch entsteht erst, wenn die Bakterien auf der Haut den Schweiß zersetzen und ihn als Nahrung nutzen. Dabei wird unter anderem Buttersäure frei, die nicht umsonst ein Bestandteil von Stinkbomben ist.

  • Unsere apokrinen Schweißdrüsen reagieren vor allem auf emotionale Reize (wie Wut, Angst, sexuelle Erregung) und schütten dann Duftstoffe mit pheromon-ähnlicher Wirkung aus. Der Clou: Die Stoffe erlauben einen Informationsaustausch auf biochemischer Ebene.

Wie wirkt ein Deo - und was ist ein Antitranspirant?

Im Lateinischen steht "de" für "weg" und "odor" für "Geruch". Deodorants bekämpfen also den unangenehmen Körpergeruch, der beim Schwitzen entsteht. Die enthaltenen Duft-Stoffe wie ätherische Öle, natürliche Aromen oder Kräuter- und Blütenextrakte überdecken ihn.

Antimikrobielle Substanzen hemmen die Ausbreitung der Bakterien, die an der Geruchs-Entstehung beteiligt sind. Die Helfer gibt's als Roller, Spray, Creme, Puder, getränktes Tuch oder Kristall.

Den Schweiß-Austritt beeinflussen reine Deos nicht - dafür sind Antitranspirante zuständig. Aluminium-Salze bewirken, dass sich die Hautporen zusammenziehen. Zusätzlich bildet sich ein gelartiger Aluminium-Protein-Komplex, der vorübergehend die Schweißdrüsen blockiert.

Allerdings führt der Schweiß-Stau mitunter zu Hautirritationen und Juckreiz. Bisher warnten Experten davor, dass Aluminium durch die Haut in den Körper gelangen und unter anderem Nervenschäden oder Krebs verursachen könne. Laut neuen Studien ist dies aber unwahrscheinlich.

Erhältlich sind auch aluminium-freie Produkte, für die beispielsweise Wirkstoffe aus der Weintraube verwendet werden.

Deodorant


Barrierefrei: Deos hemmen die Geruchsbildung, aber unterbinden nicht den Schweiß-Austritt
© Getty Images

Natürliches Deo: Was kann Zitronenwasser?

Die Zitrone enthält Säure und die senkt den ph-Wert der Haut. Das wiederum hindert die dort angesiedelten Bakterien an der Arbeit - mit der Folge, dass der Müffel-Geruch ausbleibt. Zitronensäure wirkt mild, sie unterbindet dabei aber weder das Schwitzen noch verschließt sie die Poren.

Zitronen


Gelber Refresher: Zitronensäure hilft gegen Schweiß-Geruch.
© Getty Images

 

Und so einfach geht's: Ein Glas mit Wasser füllen, den Saft einer Zitrone unterrühren und das Gemisch mit einem Waschlappen unter den Achseln verteilen. Kurz einwirken lassen, trocken tupfen, fertig.

Nein, du musst dich nicht unter den Achseln föhnen ... Schweißflecken vermeidest du so:

✅ In locker sitzenden Oberteilen kann die Luft besser zirkulieren. Ein größerer Armausschnitt verstärkt den Effekt.

Achsel-Pads saugen den Schweiß auf. Einfach ins T-Shirt oder ins Hemd kleben. Falls du die Pads direkt an der Haut abringen möchtest, solltest du vorher zum Rasierer greifen.

✅ Klingt paradox, aber eine zweite Lage macht's: Ein dünnes Unterhemd fängt (ebenfalls) den Schweiß ab. Er kann sich dann dort verteilen und so schneller verdunsten - ohne von außen sichtbar zu sein.

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Mit diesen coolen Tipps gewinnst du den Kampf gegen die Hitze

  • 🏃‍♂️

    Man kann seine Schweißproduktion "trainieren". Wer regelmäßig Sport treibt, schwitzt nicht bei jeder Gelegenheit übermäßig. Auch Wechselduschen (warm und kalt) sorgen dafür, dass der Körper mit Temperaturschwankungen besser klar kommt.

  • 🥗

    Sommer, Sonne, Salat: Leichte Kost entlastet das Verdauungssystem. Deftige Gerichte mit Fleisch, scharfe Gewürze, koffein- und alkoholhaltige Getränke hingegen sind schweißtreibend.

  • 👶🏼

    Feuchter Händedruck? Babypuder legt aufgrund seiner Saugkraft Hände (und Füße) trocken. Auf ein talk-freies Produkt achten - das pulverisierte Mineral wird als gesundheitsschädlich eingestuft.

  • 🍵

    Bei Hitze solltest du viel trinken (bis zu 3 Liter am Tag). Aber Achtung: Bei eisgekühlten Getränken muss der Körper "heizen", um sie auf eine verträgliche Temperatur zu bringen. Lauwarmer Salbeitee dagegen reduziert die Schweißproduktion.

  • 💻

    Beim Arbeiten an heißen Tagen brauchst du mehr als einen kühlen Kopf. Deswegen: Die Beine nicht übereinanderschlagen, wenn du am Schreibtisch sitzt, damit die Feuchtigkeit auf der Haut entweichen kann.

  • Lieber keine schwarze Kleidung tragen. Helle Stoffe reflektieren die Sonnenstrahlen besser und heizen nicht so auf.

Veröffentlicht: 01.08.2020 / Autor: Heike Predikant

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