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So kannst du ganz easy deinen ökologischen Fußabdruck verkleinern

Du willst das Klima retten, ohne gleich zur Hardcore-Greta zu werden? Im Video und auf der Seite findest du Tipps, um deinen CO2-Verbrauch und deinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten.
Teaserbild: So kannst du ganz easy deinen ökologischen Fußabdruck verkleinern

So verkleinerst du deinen ökologischen Fußabdruck

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    Grüner "googeln": Die deutsche Suchmaschine Ecosia spendet 80 Prozent des Gewinns für Aufforstung. 45 Suchen ergeben einen Baum. Auf Google suchen wir monatlich 4,2 Milliarden Mal. Würden alle Deutschen stattdessen auf Ecosia suchen, würden damit 93 Millionen Bäume pro Monat gepflanzt.

  • Mehrweg statt Einweg kaufen: Einwegflaschen werden immer wieder energieintensiv eingeschmolzen, Mehrwegflaschen dagegen bis zu 50-mal wiederverwendet. Wenn alle Deutschen nur Mehrweg- statt Einwegflaschen nutzen würden, könnten wir 1,25 Millionen Tonnen CO2 sparen. Das entspricht dem Verbrauch von 575.000 Autos.

  • 🍏

    Saisonal snacken: Der deutsche Apfel ist der Klima-Champion im Herbst. Keine andere Frucht wird so kurz transportiert. Essen wir einen Monat lang statt Bananen nur Äpfel, sparen wir so viel CO2 wie 10.000 Menschen beim Flug von Frankfurt nach New York und zurück brauchen.

  • 🚲

    Öfter mal aufs Rad steigen: "Wenn wir nur halb so viel mit dem Auto fahren und ein Drittel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen würden, den Rest durch Wandern oder Radfahren überbrückten, könnten wir den Overshoot Day um 12 Tage verschieben", so der WWF.

  • 🍖

    Weniger Fleisch essen: "Wenn jeder Bundesbürger nur einmal pro Woche auf Fleisch verzichten würde, könnte das zu einer jährlichen Einsparung von rund 9 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen führen." Das entspricht laut WWF umgerechnet 75 Milliarden PKW-Kilometern.

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    Für weniger Plastik werben: Mit der App "Replace Plastik" vom Verein "Küste gegen Plastik" kannst du dich direkt im Supermarkt über überflüssige Plastikverpackungen beschweren. Dafür scannst du einfach den Barcode oder gibst ihn von Hand ein. Sobald 20 Stimmen für ein Produkt zusammengekommen sind, erhält der Hersteller eine Mail.

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    Nichts tun: Mach mit beim jährlichen "Kauf-nix-Tag". Der ist in Europa am letzten Samstag im November und soll daran erinnern, dass wir nicht immer etwas kaufen müssen, um happy zu sein. Umweltfreundlicher geht's kaum.

Das Klima-Datum: So viele Ressourcen stehen uns zur Verfügung

Der "Earth Overshoot Day" ("Erdüberlastungstag") gibt an, wann wir die Ressourcen aufgebraucht haben, die die Natur innerhalb eines Jahres erneuern kann.

Dieses Jahr war er eigentlich für Ende Juli prognostiziert, doch durch die Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Lockdown hat sich der Ressourcenverbrauch in den meisten Ländern schlagartig verringert.

Besonders der verringerte Holzverbrauch (8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und die geringeren CO2-Emissionen (14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) während der Corona-Pandemie sorgten laut Berechnungen des Global Footprint Networks dafür, dass die Ressourcen der Erde 2020 3 Wochen später als noch im letzten Jahr erschöpft sind.

Trotzdem: 1987 war der "Earth Overshoot Day" erst am 19. Dezember. Schuld ist unser wachsender "ökologischer Fußabdruck", also der stetig zunehmende Verbrauch an natürlichen Ressourcen.

Country Overshoot Day: Würde die gesamte Menschheit wie die Menschen in einem bestimmten Land konsumieren, würde der Erdüberlastungstag auf dieses Datum fallen.

Ökologischen Fußabdruck berechnen: So geht's

In der Maßeinheit globale Hektar (gha) wird berechnet, wie viel Fläche wir für Essen, Konsum, Energie, Verkehr usw. brauchen. Dabei wird auch einkalkuliert, welche Fläche wir benötigen, um unseren CO2-Ausstoß zu kompensieren.

Teilt man die gesamte nutzbare Erdoberfläche gleichmäßig auf alle Menschen auf, hat jeder Mensch 1,7 gha -  etwa 3 Fußballfelder - zur Verfügung.

Im Durchschnitt verbraucht jeder Mensch aber 3,3 gha, in Deutschland sind es 4,8 gha.

So viel verbrauchen wir in Deutschland

Wenn alle Menschen so leben würden wie wir, wäre der "Earth Overshoot Day" bereits Anfang Mai. Mit anderen Worten: Wir bräuchten gut 3 Erden, um unseren Ressourcen-Hunger zu stillen.

Dazu kommt: Jeder Deutsche produziert im Jahr etwa 12.300 Kilogramm CO2. Um klimaneutral zu leben, dürfte jeder von uns 1.000 Kilo verursachen.

Mit diesen Apps machst du deinen Alltag klimafreundlicher

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    Klimakompass: In der App von Worldwatchers kannst du deinen persönlichen CO2-Fußabdruck ausrechnen, indem du Angaben zu deinen Lebensumständen und Konsumgewohnheiten machst. In Challenges setzt du dir selbst Ziele, etwa plastikfrei zu leben oder insektenfreundliche Pflanzen zu pflanzen. Für jede erfüllte Challenge bekommst du Klimapunkte, mit denen du in höhere Level aufsteigst. Und: Du kannst in der App den Barcode von Produkten einscannen und so deren Klimabilanz checken.

  • 💡

    Energy Buddy: Der Aufbau ist ähnlich wie beim Klimakompass. Auch hier kannst du deinen CO2-Fußabdruck anhand von Standardfragen errechnen - hier sind sie etwas detaillierter. Und auch hier gibt es Challenges, um Punkte für dein Klima-Konto zu sammeln. Wie der App-Name schon sagt, liegt der Fokus auf dem Energieverbrauch. Du kannst Zählerstände erfassen, Stromkosten und den eigenen Tagesverbrauch errechnen. Im Reiter "News und Facts" findest du Artikel rund um das Thema Energie.

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    Eevie: Auch diese App startet mit der Berechnung deines CO2-Fußabdrucks. Danach kannst du Gewohnheiten auswählen, die du dir aneignen möchtest, etwa saisonale Ernährung oder Recycling. Auch dafür gibt's Punkte - die kannst du einlösen, um einen Baum pflanzen zu lassen.

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    Rvolt: Auch diese App bietet Challenges an, zum Beispiel die Spülmaschine zu einer Zeit zu nutzen, in der viel erneuerbare Energie im Netz ist und somit wenig CO2 emittiert wird. Durch jede CO2-Einsparung verbesserst du den virtuellen Planeten und gewinnst Punkte. Die kannst du dann sogar im App-eigenen Shop für Smart Home Produkte oder virtuelle Spiel-Items einlösen.

Veröffentlicht: 22.09.2020 / Autor: Ischta Lehmann