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Warum du wahrscheinlich noch nie Baby-Tauben gesehen hast

Tauben tummeln sich in Großstädten. Aber hast du schon mal eine Baby-Taube gesehen? Wohl eher nicht. Wir verraten dir, warum das so ist.

Das Wichtigste zum Thema Tauben

  • Eine Stadttaube hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 2 bis 3 Jahren, kann jedoch bis zu 8 Jahre alt werden.

  • Brieftauben werden extra für den Langstreckenflug gezüchtet und trainiert. Sie schaffen eine Distanz von über 1.000 Kilometern bei einer Fluggeschwindigkeit von bis zu 120 km/h.

  • Tauben gelten in manchen Großstädten als wahre Plage. Nicht so in der türkischen Stadt Mustafakemalpasa! Dort werden die Tiere dressiert und gepflegt und bringen auf Auktionen bis zu 2.000 Euro.

Sollte man Tauben füttern und wie füttere ich sie richtig?

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    In Großstädten vermehren sich Tauben schnell. Durch die Unmengen an Kot werden Gebäude beschädigt und Krankheitserreger verbreitet. Deshalb gilt in vielen Städten ein Fütterungsverbot. Das Füttern im öffentlichen Raum kann in München mit 1.000 Euro und in Hamburg mit 5.000 Euro Strafe teuer werden.

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    Tauben füttern auf dem Balkon ist Privatsache, sollte man meinen. Doch in manchen Mietverträgen steht eine entsprechende Klausel, die das Taubenfüttern auf dem Balkon verbietet.

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    Auf dem eigenen Grundstück gilt in der Regel kein Fütterungsverbot.

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    Tauben mögen vor allem Getreide, Nüsse und Samen. Du kannst sie mit Mais, Erbsen, Gerste, Weizen, Hafer, Dinkel, Reis, Hirse, Sonnenblumenkernen, Hanf, Raps, Leinsamen, Sesamsamen und Buchweizen füttern.

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    Im Garten kannst du einen Futterstein für die Vögel aufhängen. Daran können sie sich bei Bedarf bedienen. Er enthält alle wichtigen Mineralstoffe, die Vögel brauchen.

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    Brot ist keine gute Idee. Denn Brot enthält viel Salz und kann den Tauben sogar schaden

Warum sehen wir nie eine Baby-Taube?

Baby-Tauben gehören zu den unansehnlichen Arten. Die Küken sind nackt und blind, doch das Aussehen ist nicht der Grund, warum sie sich nicht der Öffentlichkeit präsentieren.

Tatsächlich bauen Tauben ihre Nester meist in abgeschirmten, unerreichbaren Nischen, die sich möglichst weit oben befinden. Stadttauben stammen von den Felsentauben ab, deshalb liegt ihnen der Nestbau in schwindelerregenden Höhen im Blut.

 

© Getty Images

 

Außerdem wachsen Baby-Tauben wahnsinnig schnell. Schon 2 Tage nach dem Schlüpfen sind die Jungen doppelt so groß wie bei der Geburt. Die Kropfmilch, eine von den Vogeleltern in ihrem Kropf produzierte Nahrung, ist äußerst kalorienreich.

Nach spätestens 35 Tagen sind sie flügge und verlassen das Nest. Dann sind sie von den erwachsenen Tieren nicht mehr zu unterscheiden.

Veröffentlicht: 11.02.2020 / Autor: Galileo