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Schlangen in Deutschland: Diese Arten sind giftig

7 Schlangenarten haben ihr Zuhause in Deutschland. Wir verraten dir, welche giftig sind und wie du dich am besten verhältst, wenn du einer begegnest. 

Die Ringelnatter kann bei bei einem Waldspaziergang begegnen - wenn du viel Glück hast. Denn die Reptilien sind äußerst scheu.

Diese Schlangen gibt es in Deutschland

Das Wichtigste zum Thema Schlangen in Deutschland

  • Schlangen zählen zu den Reptilien. Dazu gehören zum Beispiel auch Schildkröten oder Eidechsen.

  • Wie viele Schlangenarten es in Deutschland gibt, ist je nach Quelle verwirrend. Fakt ist: Es sind 7. Denn 2017 entdeckten Forscher noch die Barren-Ringelnatter.

  • 2 der 7 Arten sind giftig: Die Kreuzotter und die Aspisviper. Ihr Biss ist aber eher nur für Kinder oder ältere Menschen lebensbedrohlich. Und: Nicht bei jedem Biss einer Giftschlange wird auch zwangsläufig Gift abgegeben. Schlangenbisse sind in Deutschland insgesamt selten.

  • Schlangen sind von sich aus sehr scheue Tiere und spüren jede Vibration. Sie greifen nur an, wenn man sie reizt.

  • Die Blindschleiche gehört nicht zu den Schlangenarten. Sie zählt zu den Echsen. Auch der Name täuscht, denn sie ist nicht blind. Der Name geht darauf zurück, dass sie mit ihrem glänzenden Körper so blendet.

  • Viele der heimischen Schlangenarten stehen auf der Roten Liste und sind vom Aussterben bedroht.

Hier sind Schlangen in Deutschland zuhause

Wie du dich am besten verhältst, wenn du eine Schlange siehst

  • Trage festes Schuhwerk und lange Hosen, wenn du in Gebiete kommst, in denen sich Schlangen aufhalten könnten.

  • Greife nicht in Höhlen oder Holz-Lücken.

  • Wenn du einer Schlange begegnen solltest, verhalte dich ruhig. Nicht anfassen!

  • Ziehe dich langsam zurück. Schnelle Bewegungen solltest du vermeiden, damit die Schlange nicht gestresst wird.

  • Spiel nicht den Mutigen und versuche nicht, die Schlange zu fangen. Und Achtung: Schlangen stellen sich manchmal tot und beißen dann zu.

Was du bei einem Schlangenbiss beachten solltest

  • 🏥

    Bewahre Ruhe, rufe sofort einen Arzt oder suche das nächstgelegene Krankenhaus auf.

  • 😰

    Je nach Giftmenge kann es nach Bissen von Kreuzotter oder Aspisviper zu Symptomen wie Schwellungen, Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen etc. kommen. Aber nicht bei jedem Biss wird auch Gift abgegeben. Trotzdem immer einen Arzt aufsuchen!

  • 🤕

    Entgegen dem Mythos hilft Abbinden, Aufschneiden oder Aussagen der Wunde nicht - es kann die Situation eher schlimmer machen.

  • Das Abbinden verhindert laut der Giftberatung der Uniklinik Freiburg nicht die Giftaufnahme, sondern kann zu Gewebeschäden führen.

  • ☝️

    Versuche die betroffene Stelle möglichst ruhig zu stellen, zum Beispiel mit einer Schiene.

  • 💉

    Informiere dich, ob dein Tetanus-Schutz noch gegeben ist.

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Veröffentlicht: 15.07.2020 / Autor: Bianca Leppert