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Das größte Satelliten-Netz der Welt: Das steckt hinter Elon Musks Starlink

Elon Musk baut das größte Satelliten-Netzwerk der Welt, genannt Starlink. Derzeit sind fast 2.000 Satelliten in Orbit - und helfen sogar in der Ukraine mit stabilem Internet aus. Wir verraten euch, was Starlink plant und welche Probleme die Satelliten bringen. Im Clip: Spannende Geheimnisse über das Internet.
Das größte Satelliten-Netz der Welt: Das steckt hinter Elon Musks Starlink
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Das Wichtigste zum Thema Starlink-Satelliten

  • Mit dem Projekt Starlink arbeitet Elon Musk und seine Firma SpaceX am größten Satelliten-Netzwerk der Welt.

  • Derzeit sind bereits etwa 2.000 Satelliten von Starlink in Orbit. Das Ziel sind 12.000 Stück - doch es könnten noch mehr werden. Musk hat bereits für 30.000 weitere Satelliten eine Genehmigung beantragt.

  • Das Satelliten-Netzwerk soll jeden Ort auf der Erde mit Breitband-Internet versorgen - selbst am Nord- und Südpol. Derzeit sind bereits einige Länder an der Beta-Phase beteiligt.

  • Aktuell sorgt das Starlink-Netzwerk in der Ukraine für stabiles Internet. Denn: Durch den Krieg mit Russland ist dort das Internet stark gefährdet.

Spinnen-Netz im All

Die Internetsatelliten-Konstellation von Oneweb

Um jeden Ort auf der Erdoberfläche zu erreichen, bilden die Internet-Satelliten ein erdumspannendes Netz im Weltraum. Damit sie sich nicht in die Quere kommen, fliegen sie in mehreren Ebenen übereinander.

Schon 2019 berichtete Galileo von dem World Wide Web aus dem All

Schon 2019 berichtete Galileo von dem World Wide Web aus dem All

Das Internet ist noch nicht überall angekommen. Aber bereits 2019 startete ein Projekt um mit Satelliten im All für weltweit flächendeckendes Internet zu sorgen. Galileo hat sich das Ganze 2019 genauer angeschaut.

So funken Satelliten-Netze Internet auf die Erde

  • ⛓️

    Um den gesamten Erdball abzudecken, braucht es riesige Satelliten-Schwärme. Sie fliegen wie Perlen-Schnüre aufgereiht hintereinander von Pol zu Pol um die Erde.

  • 💡

    Die Satelliten von Starlink geben das Internet-Signal teilweise per Laser weiter. Sie können es daher sogar mit Highspeed-Glasfaser-Leitungen aufnehmen, hat ein Wissenschaftler errechnet.

  • 🏭

    Die Mega-Konstellationen sind Ergebnis einer Revolution im Satellitenbau. Früher fertigten Ingenieure busgroße Kommunikationssatelliten in jahrelanger Handarbeit. Heute werden die nur wenige 100 Kilogramm schweren Satelliten in wenigen Tagen quasi am Fließband gebaut. Sie kosten knapp eine Millionen Euro, oder weniger - und nicht Hunderte Millionen. Trotzdem kommt die Starlink-Konstellation umgerechnet immer noch auf knapp 10 Milliarden Euro.

  • 🛰

    Neben Starlink gibt es weitere geplante Internet-Satelliten-Netze. Die Firma OneWeb hat bereits 428 von geplanten 648 Satelliten im All. Amazon plant das Project Kuiper mit 4.600 Satelliten.

  • 🤑

    Das Motiv: Geld. Expert:innen schätzen den zukünftigen Markt für Internet-Versorgung ("Connectivity") auf etwa eine Billionen Euro, das sind 1.000 Milliarden!

Einer von Tausenden Starlink-Satelliten

Starlink-Satellit

Jeder der tischgroßen Starlink-Satelliten wiegt etwa 260 Kilogramm. Elon Musk plant für Starlink derzeit ein Netz mit 12.000 Satelliten. Für mehr als 30.000 weitere hat er Genehmigungen beantragt!

So hast du immer Empfang aus dem All

  • 📱

    Mit dem Smartphone allein lässt sich das Internet-Signal aus dem All nicht empfangen. Für die Starlink-Satelliten brauchst du einen Pizza-Schachtel großen Terminal mit Antenne.

  • 📡

    Das Gerät auf der Erde verständigt sich per Funk mit den Satelliten im All. Voraussetzung: Freie Sicht zum Himmel.

  • 🚄

    Mitte 2022 soll Starlink Premium mit einer Download-Geschwindigkeit von bis zu 500 Megabit pro Sekunde und einer Latenz von 40 Millisekunden an den Start gehen. Für 100 US-Dollar kannst du dich auf eine Warteliste setzen lassen - allerdings ohne Garantie, dass es im Sommer wirklich losgeht.

  • 🧪

    Seit Ende Oktober 2020 nutzen mittlerweile mehr als 100.000 User eine Beta-Version. Elon Musk bezeichnet die Testversion als "Better Than Nothing Beta"-Service - also ein "Besser-als-gar-nichts-Beta-Dienst".

  • 💸

    Für die Hardware verlangt Musks Unternehmen einmalig rund 499 Euro. Für den Service werden monatlich 99 Euro fällig.

Starlink schickt Internet in die Ukraine

Durch den Krieg mit Russland sind die Telekommunikations-Netze der Ukraine bedroht. Das Internet ist seit der Invasion beeinträchtigt und weitere Angriffe könnte die Bevölkerung abschneiden.

Der ukrainische Digital-Minister Mychajlo Fedorow richtete sich deshalb auf Twitter an Elon Musk und bat ihn Starlink in der Ukraine freizuschalten. Mit Erfolg. Elon Musk tat genau das und schickte mehrere Empfangs-Terminals in die Ukraine.

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Massenstarts ins All

Starlink-Satelliten von SpaceX

Angesichts so vieler Satelliten mussten die SpaceX-Ingenieure sich gut überlegen, wie sie diese sicher in der Nutzlastbucht der Rakete unterbringen. SpaceX kann nun bis zu 60 Satelliten auf einmal ins All transportieren.

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Starlink in der Nacht: Zug der Satelliten

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Achtung Weltraumschrott!

  • Derzeit gibt es etwa 2.000 Satelliten im All. Wenn alle geplanten Netze fertig sind, könnte es schon bald deutlich mehr als 10.000 sein.

  • Expert:innen befürchten, dass mit der Zeit ein Teil der Satelliten ausfallen und auf lange Zeit unkontrolliert durch den Orbit eiern könnte. Dann würden sie das Leben von Astronaut:innen in Raumschiffen und der ISS gefährden.

  • Elon Musk versichert, dass sich die meisten Satelliten von ganz allein entsorgen, falls ihr Antrieb den Geist aufgibt. Sie flögen so niedrig, dass sie innerhalb von 5 Jahren in die Atmosphäre eintauchen. Sie würden sogar extra so konstruiert, dass sie dabei restlos verglühen.

  • Der Raum-Verkehr nimmt zu: Die Europäische Raumfahrtagentur ESA musste 2019 bereits einen ihrer Satelliten umlenken, weil eine Kollision mit "Starlink 44" drohte. SpaceX hatte auf die E-Mails der ESA nicht reagiert.

OneWeb-Satellit

Die Internet-Satelliten von OneWeb (hier im Bild) und SpaceX verfügen über einen Antrieb. Damit korrigieren sie ihre Flugbahn und am Ende der Betriebsdauer steuert er den Satelliten in die Atmosphäre, um ihn dort verglühen zu lassen - falls alles nach Plan geht.

Astronomie schlägt ebenfalls Alarm

Auch Astronom:innen kritisieren die vielen Satelliten. Laut ihnen würden sie ihre Aufnahmen ruinieren, wenn sie durch den Beobachtungsbereich der Teleskope fliegen.

Der Hintergrund: Astronomische Aufnahmen brauchen in der Regel lange Belichtungszeiten. Wenn Satelliten durch das Beobachtungsfeld von Teleskopen fliegen, erscheinen die Reflexionen daher als helles Band auf dem Bild.

Mittlerweile arbeitet SpaceX eigenen Angaben zufolge daran, die Satelliten so zu bauen, dass sie die Sonne möglichst wenig reflektieren.

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Was würde passieren, wenn das Internet ausfällt?

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Der Verkehr kollabiert, Flugzeuge sind in Not, es gibt kein Wasser und keinen Strom - und das alles, weil das Internet ausfällt. Was passieren würde, wenn Deutschland plötzlich offline wäre.

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Veröffentlicht: 02.03.2022 / Autor: Peter Schneider