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Lost Places Schweiz Villa Rose

Lost Places Schweiz: Von der "schießenden" Villa bis zum magischen Dreieck

Einst als Verteidigungslinie gebaut, existiert in der Schweiz bis heute ein geheimes Bunkersystem. Wir werfen einen Blick hinter die Fassade und erkunden weitere Lost Places in der Schweiz.
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Das Wichtigste zum Thema Lost Places Schweiz

  • Im 2. Weltkrieg errichtete die Schweiz eine geheime Verteidigungslinie gegen das Deutsche Reich. Die Bunker existieren noch immer und können teils sogar besichtigt werden.

  • Heute dienen die geheimen Bunkeranlagen vor allem als Mahnmale, um aus der Geschichte zu lernen.

  • Neben diesen Lost Places bietet die Schweiz zahlreiche weitere mysteriöse sowie weltweit bekannte Reiseziele.

Das schießende Chalet: "Villa Rose"

Die "Villa Rose" befindet sich in Nyon (Kanton Waadt) im Südwesten der Schweiz, nahe des Genfersees. Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein idyllisches Chalet.

In Wahrheit handelt es sich um einen getarnten, mehrstöckigen Bunker, der im 2. Weltkrieg erbaut wurde.

Seit dem Jahr 2000 ist die Villa als Museum geöffnet, sodass der geheime Bunker auf Anfrage besichtigt werden kann. Im obersten Stockwerk wurde eine Soldatenstube wiederhergestellt, die heute für Konferenzen gebucht werden kann.

Die Villa liegt am sogenannten "Tobleroneweg". An der früheren Verteidigungslinie befinden sich viele Panzersperren, deren Form an die bekannte Schokoladen-Marke erinnert.

Villa Rose


Nur schöne Fassade: Die Gardinen der "Villa Rose" sind bloß aufgemalt.
© Galileo

Außergewöhnliche Wohnkonzepte

Auf der Suche nach neuen Wohnkonzepten besuchen wir unter anderem ein Hobbit-Haus in der Schweiz.

Der versteckte Bunker "Fischbalmen"

Im Berner Oberland am Thunersee verbirgt sich der Bunker "Fischbalmen", um dessen Erhalt sich eine gleichnamige Stiftung kümmert.

Die Sperrstelle "Fischbalmen" bot damals die letzte Möglichkeit am rechten Ufer des Thunersees, um Feinde zu stoppen.

Heute bietet der ehemalige Infanteriebunker einen spannenden Einblick in die Geschichte des Schweizer Réduits. Online kannst du Besichtigungstermine buchen.

Als Schweizer Réduit gilt das Militärbunker-Netzwerk in den Schweizer Alpen. Das System aus Verteidigungsanlagen diente im 2. Weltkrieg dem Widerstand gegen das Deutsche Reich.

Bunker Fischbalmen


Alpenbunker-Profi Max Oster (links) zeigt Galileo-Reporter Vincent den Bunker "Fischbalmen".
© Galileo

Der größte Prepper-Bunker der Schweiz

Bei einem weltweiten Lockdown ist vermutlich niemand besser vorbereitet als diese Familie in der Schweiz. Sie hat sich einen riesigen Militärbunker gekauft.

Andere mysteriöse Orte in der Schweiz

  • 🏨

    Das Val Sinestra, ein kleines Nebental im Kanton Graubünden, ist bekannt für das "heilende Wasser" seiner Quellen. Angeblich hilft das Heilwasser unter anderem gegen Nervenkrankheiten und Rheuma. Im gleichnamigen Kurhotel soll es außerdem spuken.

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    Ebenfalls zur Schweizer Réduit zählt die Festung Waldbrand. Das heutige Museum war eines der größten Artilleriewerke der Schweizer Armee. Heute stellt es gepanzerte Fahrzeuge, Funkgeräte und Feuerwaffen aus.

  • In der Kirche "San Giuseppe" an der Grenze zwischen dem Schweizer Tessin und der italienischen Lombardei sollen einst 3 junge Mädchen lebendig eingemauert worden sein. Ihnen wird die übernatürliche Macht zugesprochen, in Trockenzeiten Regen zu schicken.

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    Im Dorf Grimentz im Schweizer Kanton Wallis führen die Bewohnerinnen und Bewohner bis heute ein Ritual mit geweihtem Käse und Brot aus. Sie glauben, das schütze sie vor Hunger, Krankheiten und Katastrophen.

  • Im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz stehen 5 verschiedene Berge - und alle tragen den gleichen Namen: Belchen. Scheinbar dienten die Berge, die das sogenannte "Belchen-Dreieck" bilden, den Kelten als gigantische Sonnenuhr.

Gar nicht so geheim: Top-5-Reiseziele in der Schweiz

5 Must-haves für Menschen in der Schweiz

Mit der Schweiz verbinden wir vor allem Berge, Kühe und Käse. Doch im Schweizer Alltag sind eigentlich 5 andere Dinge wichtig.

Veröffentlicht: 22.04.2021 / Autor: Alexander Duebbert