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Burger-Meister: Wir lüften die Geheimnisse des perfekten Burgers

Wie der Burger rein zufällig entstanden ist, erfährst du oben im Video. Auf der Seite lüften wir noch mehr Burger-Geheimnisse - und ein Sommelier gibt dir Tipps zur Zubereitung.
Teaserbild: Burger-Meister: Wir lüften die Geheimnisse des perfekten Burgers

Noch mehr Burger-Geschichten

Millionär durch fliegende Burger

Steve Giralt verdankt seinen Reichtum Burgern, die durch die Luft segeln: In seinem Studio mit eigens entwickelten Maschinen produziert der Selfmademan Werbevideos.

Das Erfolgsgeheimnis: Steves Clips sind keine Animationen. Sie spielen mit echten Darstellern: Pattys, Brötchen, Gürkchen und Soßen fliegen kunstvoll inszeniert durch die Luft. Kostprobe gefällig?

 

Cheeseburger-Gesetz

Klar ist: Burger sind nicht gerade gesund. Viele Kohlenhydrate, Fett, Zucker und Salz, aber nur wenig Nährstoffe: Fast Food begünstigt die weltweit steigende Anzahl übergewichtiger Menschen.

In den USA haben viele Bürger die Schuld für ihr Übergewicht bei den Fast-Food-Ketten und zogen gegen Burger King, McDonald's und Co. vor Gericht. Um die Burger-Ketten zu schützen, wollten die Republikaner einen "Personal Responsibility in Food Consumption Act" verabschieden, also ein Gesetz, das besagt, dass jeder selbst für sein Essverhalten verantwortlich ist.

Das sogenannte Cheeseburger-Gesetz erhielt im Repräsentantenhaus 2005 sogar eine Mehrheit, erst der Senat hat das Gesetz gestoppt.

© Getty Images/Fertnig

Dirk Freyberger*: So gelingt der perfekte Burger

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    Im Zentrum steht natürlich der Patty. Hier sind 3 Bestandteile entscheidend: der Fett- und Salzgehalt sowie die Körnung.

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    Locker und lecker wird der Patty bei einem Fettgehalt von 15 bis 20 Prozent.

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    Der Salzanteil sollte zwischen 0 und 2 Prozent liegen, pro Kilogramm Rindfleisch also nicht mehr als 20 Gramm Salz.

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    Die Körnung durch den Fleischwolf ist eine Frage der Vorlieben: Von 2 Millimeter bis zum Rib-Eye-Steak ist alles möglich.

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    Mein Spezialtipp fürs Brötchen: Brate die aufgeschnittenen Burger-Buns in gebräunter Butter kurz an, sodass sich eine leichte Butterkruste bildet.

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    Cheddar-Käse und Ibérico-Speck runden den Geschmack dank der enthaltenen Glutaminsäure ab.

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    Mit Blick auf eine gesunde Ernährung ist wichtig: Ein Burger ist etwas Besonderes, praktisch wie ein Sonntagsbraten. Den Ruf als Finger-Food durch große Fast-Food-Ketten hat er nicht verdient.

* Dirk Freyberger ist 1. Vorsitzender des Fleischsommelier Deutschland e.V.

Das wusstest du noch nicht über Burger

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    Überall auf der Welt essen Menschen gern und oft Fast Food. Allein McDonald's verkauft weltweit 75 Burger pro Sekunde.

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    Die Deutschen lieben Cheeseburger. Etwa jeder zweite Burger, der 2017 über Lieferdienste bestellt wurde, war ein Burger mit zusätzlicher Käsescheibe.

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    Laut einer Umfrage ging im Jahr 2019 etwa jeder dritte Deutsche ab 14 Jahre (32 Prozent) mehr als einmal im Monat zu McDonald's. Den Konkurrenten Burger King besuchte nur etwa jeder Sechste (17 Prozent) monatlich.

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    Und das, obwohl mehr als jeder Dritte (36 Prozent) nur ein eher geringes Vertrauen in die Qualität der Speisen und Getränke von Fast-Food-Restaurants hat.

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    Manche Salate sind größere Dickmacher als Burger: Zum Beispiel hat bei McDonald's der Caesar Crispy Chicken (535 kcal) mehr Kilokalorien (kcal) als der Big Mac (495 kcal).

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    Allein mit zwei Big Tasty Bacon (je über 900 kcal) erreichst du den Tagesbedarf an Energie eines Erwachsenen (rund 2.000 kcal). Über den Fett- und Zuckerrichtwerten liegst du damit außerdem deutlich.

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    Nach der Anzahl der Filialen ist Subway die größte Fast-Food-Marke der Welt. Mit rund 43.000 Restaurants im Jahr 2018 liegt die Sandwichkette vor McDonald's (38.000) und ist mehr als doppelt so groß wie Burger King (18.000).

Veröffentlicht: 08.02.2020 / Autor: Alexander Duebbert